Eisschmelze Neu


( Gletscher der Erde)

Das alte Eis
verliert den Halt,
tropft, schmilzt und
bricht effektvoll, wuchtig, wüst
krachend aus seiner Verankerung,
lässt den Meeresspiegel steigen,
Land erbarmungslos versinken,
die Menschen hilflos werden,

Erkenntnisse finden keine
ernsthaften Beachtungen
im internationalen Spiel,
sie werden in Sümpfen
machterhaltender Gier
gewissenlos versenkt,

Ohnmacht steht dem
eisigen Schauspiel
ratlos gegenüber,

Menschen haben
sichtbar versagt,
das Überleben
ist in Gefahr.


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Bestechung Neu


(weltweiter Trend)

Manch einer möchte erreichen,
was er sich ausgedacht,
doch wenn’s nicht will gelingen,
er's mit Bestechung macht.

Geld, Geschenke, Versprechen
ziehen ihn magisch an,
den Menschen,
der sich lässt blenden,
seine Klarsicht - so vertan.

Stellt sich auf die Stufe,
wo er vorher nie war,
verliert durch die Bestechung
das Rechte - eine Abgrund Gefahr.


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Jahreskalender Neu


Zahlen vergehen
wie all die Jahre zuvor,
auch wichtige Worte,
im Kalender,

die Alltägliches bestimmten,
Termine das leidliche Sagen hatten,
Trubel und Aktivitäten festhielten,
an Ereignisse erinnerten,
deren Dringlichkeiten erklärten,

Neuheiten und Geschehnisse
in ihrer Besonderheit markierten,
Persönliches genau dokumentierten,
dem Schreiber verdeutlichten,
dass Tag für Tag
das Leben pulsierte,
so oder so
oder noch ganz anders.

So reihen sich Kalender erneut
in die Geschichte ein,
versiegeln und beenden
die Zeit des Jahres.


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Gipfeltreffen


Wie immer
gipfeln Gipfel
in neuen Gipfeln
da gipfelnde Leute
sich mit Gipfelküsschen
spitzenmäßig gipfelnd begrüßen
besiegelnde Glanzpunkte ergipfeln
sie dann mit gipfelhaften Worten
den gipfelmüden Völkern
die neue Gipfellösung
als Gipfelerfolg
präsentieren.


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Verworrene Zeit


An Stricken gebunden ziehen
Mengen von Unwahrheiten
den Wagen des Lasters
durchs weite Land
mit
skandalösen Schurkereien
dämonischer Gewalt
und potenter Gier
fast überladen
die inbrünstig im drallen
bleischweren Gepäck
auf ihre tägliche Befreiung lauern

hemmungslos gewillt sind
Massen und Völker zu verführen
Seelen zu erschleichen
um ihr Denken und Tun
zu verblenden
zu martern
Spuren verworrener
unreiner Lippen zu
hinterlassen

Wahrheiten so
unterdrücken können.


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Es lodert


Es glimmt die Zeit
hörbar knistern Flammen

Schwaden wirbeln turbulent
rußen durch die Tage
verblenden Sichten
düstern Denken
schleierhaft wird alles Tun.

Der Menschen Durchblick
liegt im Trüben
Hohe haben keinen Plan
stochern hilflos in den Gluten

heiße Funken sprühen
zischen ins Desaster
erlöschen
zu grauer Asche.

Welche Winde können
Überlebensglut entfachen?


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Stierkampf-Arena


(40 Verletzte am 19.8.2010 beim Stierkampf
in der Stadt Tafalla/Spanien)

Gewichtig
zum Angriff bereit
stellt er seine Hörner
gegen den tänzelnden Torero,
der kunstvoll sein rotes Tuch
dem bulligen, schnaubenden und
scharrenden Tier entgegenwedelt,

die Spannung steigt,
das feurige Publikum tobt,
das Gaudium wird ekstatisch,
doch dann
setzt der Stier zum Sprung an,
Absperrungen bieten keinen Halt,
kraftvoll prescht er höher, immer höher
über Bänke in die Menge,
trampelt und zerstört,

Verängstigte schreien,
verstörte Kinder werden unter
der fleischigen Masse begraben, verletzt,
alle laufen um ihr Leben.

Des Stieres Leben aber ist
ohne Bedeutung
für die,
die dem Tod gerne
ins Auge sehen.



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Mangel der Zeit


Wenn Hunger
die Seelen belagert,
sie aus dem Lande treibt,
Lebensnotwendiges verlieren,
die Tiere verenden,
Dürre die Erde versengt,
der Tod den Eltern
ihre verhungerten Kinder nimmt,
das Überleben schwerer wird,
Mächtige versagen,
dann
hat die Zeit ihr Zeichen gesetzt,
eine Prophezeiung von vielen
sich erfüllt.

(Matthäus 24 Verse 7,8).


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Restrisiko


Der Rest vom Risiko
müsste sich risikolos entfernen
um das Risiko
nicht mit einem Rest
von Risiko zu belasten

weil es riskant sein kann
wenn das Restliche dem Risiko
restlos überlassen wird

da keiner den Rest vom Risiko
risikolos einschätzen kann
und es immer einen Rest
von Restrisiko geben wird
weil Menschen restlos
mit Risiken überfordert sind.


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Sockelsturz


So manche große Größe
enthüllt nie seine Blöße,
erst wenn der Glanz entschwindet,
die Größe sich in der Blöße windet,
befreit vom äußeren Scheinen,
die Stimmung ist zum Weinen,

der Sockel schwankt,
die Größe gelangt
in einen schwarzen Strudel,
wie im Abflussrohr – die Nudel.



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Trümmerfrauen von Berlin
(1945)


Verloren war der große Krieg
zerstört die ganze Stadt
einst blühte sie
nun lag sie grau
in Asche

Männer gab es
nicht sehr viele
drum mußten Frauen ran
Nöte trieben sie
zum Schippen
reichten Eimer
klopften Mörtel
warfen Schutt
in Loren

Tücher schützten
ihre Haare
Mäntel hüllten
wärmend ein
Kälte brachte große Sorgen
Hunger zog durch ihr Gedärm
Tränen fluteten
voll Trauer durch
die Trümmer
von Berlin.


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Scherbenlauf


(weltweiter Zustand)

Wie auf Scherben
laufen Bürger unserer Erde,
beklagen das Schwere des Alltags,
die Trostlosigkeit ihres Seins,
das Unfreie ihres Lebens,

sehen
Rechte in der Ferne entschwinden,
begegnen der Ohnmacht
eine bessere Welt für alle
zu schaffen,

sehen,
wie die Apokalypse
sich um den Globus hangelt,
Spuren der Verwüstung als
Schleppe hinter sich herzieht,
Verheerungen herbei führt,
Seuchen aus Verstecken drängt
und Menschen dem Tod überlässt,

sehen,
wie die himmlischen Reiter
seit langem die Erde erschüttern,
endlose Kriege mit Waffen füttern,
Geistliche entlarven, nackt machen,
ihnen den Schein des Besonderen nehmen,
weltweiten Hunger verbreiten und
Kindern kaum eine Chance
zum Entfalten geben,
die Liebe in Klagekleidern
an Herzen vorbei eilen lassen,
blühenden Hass durchs Land jagen
und unterdrückte Massen
zum Überschäumen bringen,
das Elend der Welt schüren,

die Würde des Menschen
in Gräber schaufelt,
mit Scherben bedeckt.



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Steinewerfer


Seit altersher, da warfen
Menschen Steine und trafen
die, die sie Feinde nannten,
weil sie sich nicht gleich bekannten
oder schwörten nicht den Eid,
in der gnadenlosen Zeit.

Noch bis in unsere Zeiten,
in den steinig‘ wüsten Breiten
geht das Werfen seinen Gang,
hin und her ein Leben lang,
um dem anderen zu zeigen,
dieses Land ist mein Eigen.

Solange noch dort Steine liegen,
Völker sich im Hasse biegen,
sind sie weiterhin bereit
zum Werfen – hinterlassen Leid,
weil‘s Tradition seit altersher,
die Verteidigung und Gegenwehr.


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Zeichen der Zeit


Den einen plagt das Feuer,
den anderen die Flut,
so mancher hat verloren
Leben, Hab und Gut.

Die einen knien nieder,
beten flehend auf dem Haus,
andere wollen fliehen,
weit umher nur Graus.

Den einen trifft es gar nicht,
den anderen umso mehr,
das Leben wird zur Hölle,
Atmen fällt schon schwer.

Wälder und auch Moore
verbrennen lichterloh,
Menschen erblicken Asche,
und keiner ist mehr froh.

Hunger schnürt die Mägen,
das Wohnen wird zur Qual,
Kriege wollen nicht enden,
Leidtragende ohne Wahl.

Die einen kennen die Bibel,
wissen um die kritische Zeit,
andere schmerzen Zweifel,
vergehen im endlosen Leid.

Andere schauen ins Leere,
haben verloren des Lebens Sinn,
sehen nicht blühen die Zeichen
vor des Schöpfers Neubeginn.

( Matthäus 24, 2. Petrus 3 Vers 13 )


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Zeitgeist


Fein geputzt
steht das Unrecht
mitten in der Welt,
beflügelt von Blicken
ergebener Dienerseelen,
die ihren Mangel
im Geschehen der Zeit
nicht erkennen wollen,
ihrem Denken untersagen
auf Spuren der Wahrhaftigkeit
zu wandeln,
denn dann,
ja, dann
müssten sie sich ändern.

Leichter ist es
dem Bösen zu folgen,
dessen Masse den Globus
gierig zu erobern weiß
im ständigen Bestreben,
das Gute
verstummen zu lassen.


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Rettung aus der Tiefe Chiles


(Am 5. August 2010 wurden 33 Bergleute
im Bergwerk San José in über 600 m verschüttet)

Bangen und Hoffen geisterte
tief unter der Erde im Verlies
der Verschütteten,
Ängste kauerten eingepfercht
zwischen Tonnen von Gestein
unter den lebendig Begrabenen,
die dem Geschehen hilflos
ausgeliefert waren,

sich den Tag des Findens ersehnten,
der in Erfüllung ging,
als Rettungskräfte aller Art
das Unmögliche möglich machten,
die Eingeschlossenen fanden,
mit dem Notwendigen versorgten,
Kontakte zu den Familien herstellten,
deren Herzen über ihnen innig schlugen,
unbeschreibliche Emotionen durch
eine kleine Verbindungsröhre freigesetzt
werden konnten,

es zu einem Wunder der Zeit machten,
der Hoffnung eine Chance gaben,
dass die tapferen Männer wieder
das Licht der Welt sehen konnten,
Familien ihre Söhne,
Väter ihre Kinder und
Männer ihre Frauen
nach langem Entbehren
in die Arme schließen konnten.


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Vuvuzelas


(WM – Südafrika 2010)

Gnadenlos trötet
es aus der Masse,
sie findet es toll,
so superklasse,

oben und unten,
auch von der Seite,
manch einer sucht schon
sogar das Weite,

doch nur wohin soll
dieser denn gehen,
die Vuvuzelas
überall stehen,

begeisterte Fans
tröten immerzu,
wie Hornissen im
geschlossenen Schuh,

das Stadion tobt,
Hopsen und Tanzen,
keinem gelingt es,
sich zu verschanzen,

ein buntes Treiben,
gespannte Euphorie,
Menschen bedröhnen,
in der Art - noch nie,

so ist es der Brauch,
tröten und tröten,
die Vuvuzelas,
zum Nerv ertöten.


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Tanz in den Abgrund


(Zeichen der Zeit)

Flotten Schrittes
tanzt der Welten Leben
an Rändern des Abgrunds,
übersieht die grauen Nebelschleier,
aus deren brodelnden Tiefen
getarnte hinterlistige Werfer
geschmückte Bündel voll Übel
in die Kessel des Treibens,
des Glanzes werfen,

überhört das Trommelgewitter,
das das Spektakel begleitet
und kraftvolle Positionen
zum Paukenschlag
erhoben werden,
das unbeschwerte Jetzt
an die Grenze seiner
Möglichkeiten stellt
und letzte Versuche an der
kränkelnden Vernunft scheitern,

das erforschte Wissen mit dem
erkannten Machbaren zu vereinen,
den Besorgnissen des Alltags
wirkungsvoll entgegen zu treten,
das vorhandene erlernte Können
in all seinen Facetten zu meistern,
das Wollen aus dem Schlummer
des Verborgenen zu erwecken und
die Gier in seiner Blüte zu drosseln,
den Tanz vor dem Abgrund zu beenden.


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Aschewolke aus Island


(Vulkanausbruch unter dem isländischen Eyjafijallajökull-Gletscher April 2010)

Heiße Lava spuckt
aus des Gletschers Tiefe
drangvoll in die Höhe
zeigt ein naturschönes
Funkenspektakel
erleuchtet die Nacht
und mit dem Wind treiben
gespenstige Wolkenberge
rauchende Schwaden
um das irdische Rund

Gletscherwasser fließen
ins vulkanische Land
überschwemmen der
Menschen Werke
erlahmen das Leben
von Hochkulturen

Europa seufzt
und Flieger stehen
so wie die Menschen
auf ihrer Reise

rotsprühende Gewalten
zeigen der Zivilisation
ihre Macht.


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Apokalyptisches Beben


(Erdbeben am 12. Januar 2010 in Haiti)

Nur Sekunden
bebte die Erde,
schwankend erlag
des Menschen Schutz,
Todesschatten schlichen,
suchten nach Opfern in
staubigen Trümmern
der Geplagten.

Nur Sekunden
bebte die Erde,
löschte den Alltag,
verbarg Leben im Schutt
und viele Tote unter Tüchern,
Seelen beteten verzweifelt
zu ihrem Gott um Hilfe,
zum Überleben.

Nur Sekunden
bebte die Erde,
Verstörte schrien,
schmerzvolle Verluste
ließ die Lebenden erstarren
und das geschundene Volk
im Grauen verstummen,
Kinder verwaisten.

Helfende Hände
kamen und linderten
die Not der Verzweifelten,
retteten verstümmeltes,
geschocktes Leben.

Tränen flossen
von der Insel
ins weite
Meer.


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Gewissenskampf


(Selbstanzeige bei Steuersündern)

Es ruht der Leib
um Mitternacht,
mit ihm auch die Lider,
doch hinter Stirnes Falten
zerren unruhige Gedanken
die Sinne in ein fernes Land,
sehen Verborgenes
in stillen Fächern
bedrohlich
liegen.

Gewissensbisse
erobern die Seele,
Ängste gleiten wild umher,
drängen hin vielleicht
zur Reue,
Geheimes
zu bekennen.

Der Morgen naht,
die Vögel singen,
der Leib erhebt sich
zur Entscheidung.


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Seelischer Absturz


( Volkskrankheit – Depression)

Schleichend drängen sich
bedrückende Gedanken
aus dem Vorher
in die Zeit,
wuchern durchs Gebein,
ziehen vorbei an Mauern
des Schweigens,
zerren am Geist
traumatischen Erlebens.

Ängste breiten dunkle Flügel
über tiefgründige Einsamkeit,
unerklärliche Furcht erobert das Sein,
Freude und Gefühle verkümmern,
Liebe schwindet im Schein
des Unüberwindbaren,
Gemütsschwere wächst sich
durch den Alltag und lässt
Zweigleisigkeit entstehen,
Einstigkeiten im Sog unsichtbarer
Düsterheit entschwinden.

Stille Schreie
verhallen unhörbar
hinterm Stacheldraht
erstarrter Sinne,
tauchen die Seele in
Hoffnungslosigkeit,
wenn das Sehnen
nach Leben
erlöscht.


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Familientreffen


(Wiedersehen zwischen Angehörigen
aus Nord-und Südkorea 2009)

Sichtlich bewegt
treffen sich Menschen
nach langen Jahrzehnten,
alter Sohn und betagter Vater
liegen sich wortlos in den Armen,
Tränen durchweichen ihre Nähe,
durchfluten die Seelen mit
sehnsüchtiger Liebe und
kargen Erinnerungen,

zitternde Finger
zeigen andächtig
auf alte vergilbte Bilder
vom gemeinsamen Leben,
als nichts Trennendes
die Zeit bedrückte,
Hände gleiten weiter
über glänzendes Papier
neuer Familien,
staunend wühlt es
an bewegte Herzen.

Augenblicke ohne Grenze
zwischen Nord und Süd.


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Gedenkweg im Moor


(Projekt -Kunstwegen 2000 -
Peter Fischli/ David Weiss -
Bathorn/Grafschaft Bentheim)

Leicht
schwankend
windet sich
Haken schlagend
ein Holzsteg
zwischen Birken und Buchen
dem Torfmoor entgegen,
ohne erkennbares Ziel
der Ungewissheit folgend.

Stille Faszination
begleitet den Betrachter
von Moosen und Flechten,
von heimischem Getier,
von winterlichen Nebeln
die den Boden benetzen,
dessen Tiefe Geheimnisse
der NS-Zeit verborgen hält,
als Leiden, Blut und Tod
das Moor durchtränkten.

Freude und Entsetzen
werden zu stummen Begleitern,
dessen widersprüchliche Aspekte
den Weg in bodenständiger Weise verankern,
das Denken vom Wundervollen
zum beklemmenden Gedenkweg
gleiten lassen,
sich im Moor
verlieren.


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Wunder zur Freiheit


(Gedenken an den Mauerfall
am 9.11.1989 in Berlin)

Freiheitsliebende
marschierten stumm,
begannen vom Osten her
das übermächtige Sehnen
nach Freiheit zu stillen,
versuchten Fenster
unfreien Lebens
friedlich aufzustoßen.

Ängste begleiteten den Mut,
ließen das erstarkende Volk
Schulter an Schulter kämpfen,
drängten Mächtige zum Handeln.

Verwirrende Worte
verursachten wie von einer
unsichtbaren Macht geleitet,
dass Grenzer erstarrten,
ein bedrücktes Volk in dieser Nacht
zur Freiheit strömen konnte,
Schranken sich öffneten,
Überschwänglichkeit das Neue
in Glückseligkeit tauchte,
Tränen der Freude in das
Unbegreifliche der Zeit flossen,
Gefühle zu explodieren schienen,
getrennte Seelen vereinte,
zu Sprüngen und Tänzen auf der
verhassten Mauer führten,
ein Regime seine Macht verlor,
durch Bürger des Friedens.


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Ballspiele


Es rollt der Ball von Tor zu Tor,
vor und zurück und wieder vor,
dann ein Foul und gelbe Karte.
Worte fallen „Oh, warte warte!“

Von der Seite gibt es Zeichen,
weiter weiter dorthin weichen,
da, der Ball und Beine laufen,
dann ein Schuss – vorbei,
zum Haare raufen.

Aus den Rängen schreien Leute:
„Schießt ein Tor bitte noch heute!“,
doch die Spieler welch ein Graus,
gehen ohne ein Tor nach Haus,
die andern aber vom Gegenverein
schießen zum Tor – der Ball fällt rein.

So ergeht es Fußballvereinen,
mal ein Jubel, mal ein Weinen.


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Der Zeiten Last


Über Gräber
eilen Zeiten
schleppen
Grauen
huckepack
irren ungestüm
im Meer der Waffen
dem lauernden Tod
voll Angst entgegen

vorbei an Werken
Unverbesserlicher
Finanzspekulanten
Wirtschaftsgieriger
Kriegsverherrlicher
Umweltverseucher
Menschenverachter
Verleumder
Betrüger
Quäler
Mörder

Zeiten drängen weiter
durch die Gegenwart
sehen die Übel im Detail
und Völker machtlos im
Alltäglichen kauern

Fesseln einer
tragischen Last.


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Gedenken


(an die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945)

Tausende Menschen wurden sofort getötet,
Tausende starben nach Wochen durch radioaktive Verstrahlungen,
Tausende weitere nach Jahren und Jahrzehnten.

Glocken läuten zum Gedenken
an das große Sterben,
an die nukleare Vernichtung
von Hiroshima und Nagasaki.

Überlebende,
Angehörige
leiden noch heute,
sterben qualvoll an den Folgen
jahrelanger Pein.

Verstrahlungen, Narben
zeichnen die Körper
der Unschuldigen,
Glocken läuten zur Erinnerung.

Menschen gedenken der Opfer
deren Dasein in Sekunden erlosch.

Fetzen schwarzer verbrannter Haut
hingen an verstörten Körpern,
schreiende Kinder flohen
vor dem Unbegreiflichen,
unerträgliche Hitzewellen
verdampften Menschen zu Nichts,
ließen andere im Schock erstarren.

Das Böse in der Welt
zeigte sein Gesicht,
ließ dem Wahnsinn freien Lauf
und Sieger triumphierten.


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Gedenken aller Opfer

(KZ-Gedenkstätten)


Fast sprachlos
stehen sie,
erschütterte Seelen
in kopfgebeugtem Schweigen
vor dem Mahnmal
des Unbegreiflichen.

Sprachlos
gehen sie,
enteilen beklommen
der Vergangenheit.

Aus erdiger Totenstille
dringen Schauer,
Schreckensbilder
belagern die Sinne
Überlebender und
tauchen in Spalten
dunkler Erinnerungen,
lassen sie zu Bergen von
Skeletten und Leibern werden,
zu tiefen kalten Todesgräben,
mit Schaufeln der Ohnmacht
durch noch Lebende erzwungen,
angepeitscht von spöttischen
Fratzengesichtern des Bösen,
deren schwarze Stiefel erbarmungslos
in ausgemergelte Leiber treten,
Nackte in den gasigen Tod treiben.

Sprachlosigkeit
ergreift sie,
betroffene innere Starre
versteinert Gesichter,
erschüttert Besucher
die dem Grauen ins Gesicht
sehen konnten,
dem Terror
einer mörderischen
verirrten Zeit.


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Börsenängste


Ängste laufen um die Welt
der Börsenkurs fällt und fällt
kann sich nicht mehr halten
Menschen die Hände falten
Panik herrscht gepaart mit Not
der totale Einbruch droht

so ist es mit den Werten
wie es die Alten lehrten
die Schätze hier auf Erden
können zu Sorgen werden

doch es fragt der kleine Mann
wo denn nun der Fall begann
wo ist nur das Geld geblieben
wo das Gute hingetrieben

dem Volke kann es keiner sagen
und Mächte schweigen
die es nun haben.

(Sept./Okt. 2008)


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Fackellauf


(2008)

Die Fackel reicht
vielen die Hand
erobert schnell
Völker und Land

mit ihr laufen
Sportlichkeiten
und Bewacher
die einschreiten

nach China hin
läuft nun das Licht
Olympia
verkörpert's nicht

soll die Welt des
Sports bescheinen
fremde Völker
friedlich einen

der Fackellauf
tut sich so schwer
überall kommt's
zur Gegenwehr.


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Zaungäste


(G8 Gipfel Heiligendamm 6. - 8. Juni 2007)

Gäste vereinen sich
hinter dem Zaun
wollen gern reden
und jedermann staun'
über Probleme
unserer Welt
weil sie vielen
nicht mehr gefällt

denn die Schere
von Arm und Reich
öffnet sich ständig
in jedem Bereich
globales Klima
lebt voller Tücken
keiner kann's in
Schranken rücken
Unrecht und Leiden
ständiges Kämpfen
vergebliches Tun um
Mächte zu dämpfen
daher
dieses
Großspektakel

und das alles
hinterm Zaun
doch davor man
wiederum staun'

gepanzert und dunkel
sieht man Gestalten
protestierende Bürger
sind kaum zu halten

nach Frieden schreit
vereint eine Menge
doch zu gigantisch
des Zaunes Länge
wachsame Augen
stehen stramm
vor dem Hort von
„Heiligendamm“.


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Tour de France 2007


Doping
macht recht
schnelle Beine
radeln fast
wie von alleine
sprinten Berge
rauf und runter
schnelles Tempo
immer munter

Sponsoren helfen
begleiten Etappen
vorne die Schnellen
hinten die Schlappen
spurten verbissen
in heißer Sonne
Begeisterte rufen
erleben Wonne

am Ende dann
vorbei der Traum
gedopte Sieger
man glaubt
es kaum.


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Klimawandel


Frühling im Winter
man glaubt es kaum
Knospen drängen aus
Strauch und Baum
spüren die Sonne
munter Begehren
wollen sich dem
nicht verwehren

Drum fragt der Mensch

wie soll es
noch werden
mit dem Klima
hier auf Erden

Warnungen schlug
man in den Wind
als wir Großen
waren noch Kind
auf die Probleme
kaum einer hörte
es auch keinen
weiter störte

doch jetzt müssen
alle es sehen

der Klimakollaps
liegt in Wehen.



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Die Welt zu Gast bei Freunden


Fußballzauber ergreift die Welt,
Nationen werden Gäste,
verteilen sich im ganzen Land
und fragen: „Wer wird der Beste?“

WM-Fieber schleicht durch Gassen,
Fußballspieler treffen ein,
werden alle mächtig kämpfen,
für ihr Land und den Verein.

Wenn die Hynmen dann erklingen
auf dem großen weiten Feld,
werden stehen voller Spannung
auf dem Rasen Held an Held.

Spieler zeigen dann ihr Können,
schießen hoch und halb im Drehn,
flanken kräftig von der Seite,
oder bleiben staunend stehn.

In den Toren warten Stare
auf den Einsatz ganz allein,
möchten immer gerne halten,
wenn die Bälle kommen rein.

Manche Spieler sich berangeln,
springen, köpfen noch im Fall,
Schlachtenbummler tröten, trommeln,
durch das Stadion tönt der Hall.

Tage werden sie so kämpfen
für die WM Meisterschaft,
bis es endlich dann am Ende
eine Mannschaft hat geschafft.

Dann der Schlußpfiff und ein Jubel,
geschossen wurd' das letzte Tor,
Sieger taumeln voll Euphorie,
voller Glück wie nie zuvor.


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World Trade Center
am 11. September 2001


Plötzlich,
aus dem Nichts
kam erst eins,
dann noch eins,
Flugzeuge mit reisenden Menschen
durchschlugen die Türme
der Macht - des Geldes,
die symbolische Stärke
eines großen Landes.

Plötzlich,
alles vorbei,
das Leben und Treiben
an diesem Ort
des 11. Septembers 2001

Plötzlich,
ganz plötzlich
ist alles anders,
die ganze Welt erstarrt
in Angst und Schrecken,
unvorstellbares Grauen
umkreist den Erdball,
unfaßbar das Leid
der Unschuldigen.

Plötzlich,
stehen sie beisammen,
reich und arm,
schwarz und weiß,
Religion neben Religion
und beten zu Gott,
jeder zu seinem, und fragen
nach dem - Warum?

Plötzlich,
über Nacht
vereinen sich Länder
zur gemeinsamen Stärke,
zum Angriff
auf das Böse in der Welt,
das überall lebt und wirkt,
fast unsichtbar -
aber doch vorhanden ist.

Plötzlich,
aus dem Nichts
schießen Böse auf Böse,
Menschenleben vergehen
und wieder leiden -
die Unschuldigen.


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Holocaust-Mahnmal


Das Mahnmal soll mahnen,
appellieren an die Schuld
aus vergangenen Tagen
des „Mannes“ und seinem Kult.

Waren es nur Juden,
die litten große Qual?
Waren es nicht auch andere,
unschuldig und tausende an Zahl?

Verfolgte wegen des Glaubens,
Verfolgte wegen politisch’ Schwur,
Verfolgte die waren behindert,
Verfolgte die waren anders nur.

Mütter die ihre Kinder verloren
im Eis und zerschossenem Feld,
Frauen die den Mann nie mehr sahen,
einsam gefallen als Soldatenheld.

Nach vorn’ erhobene Hände
huldigten dem „Mann“,
für sie ein göttlich’ Wesen,
zog Scharen magisch an.

Die „braune“ Zeit sortierte,
teilte kategorisch ein,
in glorreiche Herrscherklasse,
verachtend das Anderssein.

Vergast, verscharrt, gefoltert,
gehängt, geköpft, erschossen,
friedlich lebende Menschen,
durch des „Mannes“ treue Genossen.

Das Mahnmal nur für Juden,
wiederholt was einmal war,
die Beurteilung von Menschen
durch gewählte Regierungsschar.
(Entscheidung am 26.6.99)


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Hitzewelle


Die Sonne brennt
es glüht das Land,
überall ein Stöhnen,
die Hitzewelle
ist zu Gast,
will weiter
noch verweilen.

Im Schatten
sitzen sie vereint,
Menschen aller Völker,
sehnen sich nach
kühlem Nass,
langsam alles Treiben.


up

Tsunami im Indischen Ozean


26.12.2004

Tsunamis
erschütterten die Welt.
Todbringende Erhebungen
machten sich auf den Weg des Unheils.
Ungeahnt drängte sich
die Wellenmauer
aus dem bebenden Wasser,
Angst und Bangen
unter den Nationen der Küsten
des Indischen Ozeans.

Tsunamis,
unaufhaltsam,
geballte elementare Kräfte
standen vor den Küsten,
Menschen rannten um ihr Leben,
für viele war's vergebens.

Strände,
Orte der Erholung,
Orte paradiesischer Art
verwandelten voller Schrecken
das Schöne in Verwüstung.
Der Tod kam mit dem Wasser
und ließ die Menschheit erstarren.

Gottes Wille war es nicht!

Möge im Schock der Zeit
das Verstehen gelingen,
denn
Zeit und unvorhergesehenes Geschehen
trifft sie alle,
Zeit und Glück liegen beieinander.


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Schreie


Schreie gegen den Wind
verhallen,
nahendes Unheil
formt sich zum Sturm
der Zeit.

Angstvolle Gedanken
kauern in Winkeln,
gefangen in Augenblicken
der Hoffnungslosigkeit
einer gelähmten Seele.

Schreie verstummen
in der Unbegreiflichkeit
der Macht eines
wütenden Hurrikans,
degradieren das Leben
zur Wehrlosigkeit.


up

Hoffnung mit Garantie


Drangsal und Unglück
sind verwoben
im Netz des Lebens,
Trauer und Tod
spinnen ihre Fäden
durch das Vorhandene,
verstärken den Schmerz
der Leidenden,
der Verzweifelten,
der Suchenden
ihrer Angehörigen, ihrer Lieben.

Fragen über Fragen
überschatten das Denken.
Wo sind sie geblieben?
Wohin sind sie getrieben?
Wer hat sie irgendwo gesehen?
Wer begreift all das Geschehen?
Leere quält die Gebeine und
verführt zu Gedanken gegen
den Schöpfer, gegen Gott,
gegen sein Zulassen oder Tun.
Doch
sein Sohn, Jesus Christ
litt Qualen bis in den Tod,
um die Menschheit zu erlösen,
zu befreien von Leid und Tod,
von Drangsal, Unglück
und der ererbten Sünde.
Keiner der Vermißten
geht bei Gott verloren,
er erinnert sich ihrer
in der "Auferstehung",
wie es steht geschrieben
in seinem Wort, der Bibel.
Eine Garantie für ein
erneutes Leben,
eine Hoffnung,
die den Schmerz des Verlustes
ein wenig lindern kann,
ein wenig Licht ins Dunkle bringt.
( Johannes 5 : 28, 29 )

gewidmet den Angehörigen der Tsunami-Opfer vom 26.12.2004


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Stumme Schreie


Kinder
schreien stumm,
Tränen versickern
im Inneren ihrer Seelen,
verharren.

Augen sahen
Schrecken,
Unfaßbares,
die große Welle,
danach
die Einsamkeit
einer bizarren Verwüstung.

Kinder
schreien stumm,
nach ihrer Familie,
nach Geborgenheit,
nach ein wenig Liebe
in einer zerstörten Welt.

Der Tsunami
hat den Zauber ihrer Augen
genommen,
hat blutende Kinderseelen
hinterlassen.



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Todesängste


Sie lassen
mich erschauern,
bohren sich in
meine schreiende,
brennende Seele,
hoffend,
dich
in stürmenden Wassern
des Tsunamis
zu finden.

Ängste
martern mein Gebein.
Wohin bist du getrieben?
Liebe meines Lebens!
Wohin?


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Suche nach Trost


Im Wandel befinden
sich Hoffen und Bangen,
Tatsachen der unbegreiflichen Flut
lodern in den Vordergrund
des Denkens,
das sich nur schwer aus der
Betäubung befreien kann.

Der Anker des Schmerzes
vermag sich nicht vom Herzen
zu lösen,
das einsam und leer
im Inneren verharrt,
die Hoffnung am Leben erhält.

Sehnsüchte zerren und toben
in der Seele,
nagen am Gebein,
verdrängen einst Wichtiges
in die Belanglosigkeit.

Die Bedeutung des Lebens
wird spürbar,
kostbar,
lenkt zur Frage nach
dem Sinn des Lebens,
nach dem Ursprung
allen Seins.

Wer die Nähe des Schöpfers sucht,
der wird auch seine Nähe finden,
an SEINER Hand kann der Schmerz
des Verlustes sanft gelindert werden.
( Jakobus 4:8, Psalm 46:1-4 )

gewidmet den Betroffenen der Tsunami-Opfer am 26.12.2004


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Sonnenrausch


(Sonnenfinsternis über Deutschland am 12.8.1999)

Der Mondschatten raste über’s Land,
Freudentränen die Völker verband,
Jubel - als die Korona erschien
in München, Karlsruhe und auch Wien.

In Stuttgart wurde man pitschenaß,
da blieb nur eines – das Bier vom Faß,
nur in den Alpen gab's freie Sicht,
sagten Leute im TV - Bericht,
verdunkelt wurde das Firmament,
spannungsgeladen bis unters Hemd,
Tränen rollten mit staunendem Blick,
zu hören die Blitzlichter - klick, klick.

In Deutschland sah man das Schattenspiel,
für manchen Betrachter fast zu viel,
Ehrfurcht ergriff viele Gedanken,
ließ sie gleitend nach oben ranken.