51 Gedichte über das Weltgeschehen




Flucht ins Ungewisse Neu


Ein Leben ohne Hoffnung,
beklagen zurecht so viele,
flüchten übers Wasser und fremdes Land
mit leichtem Gepäck und Sehnsüchten,
eingebunden das Ersinnen
einer besseren Zukunft.

Doch Wege der Drangsal folgen,
Härten nagen an Seelen,
Ängste weilen im Würgegriff Gieriger,
die Skrupel nicht kennen,
sie der Ungewissheit überlassen,
Willkommensgrüße häufig
im Treiben der Zeit versickern,
den Traumatischen Nahrung bieten,
ihre Zuversicht verdunkelt zu sehen,
der Pein des Mangels entkommen zu sein.

Zweifel prägen ihr Dasein,
bewahren Funken der Hoffnung
aber weiter in ihren besorgten Herzen.



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Wunder zur Freiheit


(Gedenken an den Mauerfall
am 9.11.1989 in Berlin)

Freiheitsliebende
marschierten stumm,
begannen vom Osten her
das übermächtige Sehnen
nach Freiheit zu stillen,
versuchten Fenster
unfreien Lebens
friedlich aufzustoßen.

Ängste begleiteten den Mut,
ließen das erstarkende Volk
Schulter an Schulter kämpfen,
drängten Mächtige zum Handeln.

Verwirrende Worte
verursachten wie von einer
unsichtbaren Macht geleitet,
dass Grenzer erstarrten,
ein bedrücktes Volk in dieser Nacht
zur Freiheit strömen konnte,
Schranken sich öffneten,
Überschwänglichkeit das Neue
in Glückseligkeit tauchte,
Tränen der Freude in das
Unbegreifliche der Zeit flossen,
Gefühle zu explodieren schienen,
getrennte Seelen vereinte,
zu Sprüngen und Tänzen auf der
verhassten Mauer führten,
ein Regime seine Macht verlor,
durch Bürger des Friedens.



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UN – Umweltgipfel New York 2014 Neu


Aufmerksam lauschen in großer Runde
Herrschende dieser Welt den Aussagen vieler,
prangern bedrohliche Auswüchse und den
besorgniserregenden Umweltfrevel an, wissend,
dass solche Gipfeltreffen kaum etwas bewirken können,
es gab schon so viele.

Wer kann die Staaten in die Pflicht nehmen,
wenn doch jeder selbst an dem Problem beteiligt ist?
Wer kann die weltweite Verschmutzung stoppen?

Der Globus seufzt und stöhnt,
mit ihm beunruhigte warnende Menschen,
die mittendrin leben müssen,
keinen Ausweg aus der Misere sehen.

So gipfelt es weiter,
immer weiter.


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„Spanische Grippe“ 1918/19 Neu


Dramatisch war das schnelle Sterben,
kaum vorüber der große Krieg,
als sich Grippewellen in tückischer Weise
durch die von Kriegen geschwächte Welt schlich
und Millionen qualvoll in den Tod riss,
sich mit anderen Seuchen vereinte,
Körper der Bevölkerung
zu erneuten Schlachtfeldern erhob,
auch die von Starken,
eingeschleppt von irgendwo,
Hunger noch zusätzlich geißelte,
medizinische Behandlungen
dem Massensterben
keinen Einhalt bieten konnten,

schockierende Opferzahlen
geschrieben werden mussten.


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Zeitenwende 1914


Glorie der Blaublütigen fand ihr Ende,
letzte Reigen wurden getanzt,
andere Mächte entflammten.

Stolz und begeistert
zogen Männer in die Schlacht.
Endlich Krieg!
Jubelrufe überall.
Soldaten mit aufgesetzten
blumengeschmückten Bajonetten
schritten mit Tschingderassabum
durch die Straßen, Kinder liefen mit.

Geistiger Taumel durchdrang die Staaten,
Frieden war nicht mehr gewollt.
Eine Kette wurde eifrig geschmiedet,
in Blutrausch und Kriegslust getaucht,
Geistliche riefen von Kanzeln ihr Hurra,
ließen Kreuze als Begleiter hämmern,
um neuen grausamen Waffen standzuhalten.

Fremde Erde verschluckte Millionen Leben,
Tote kaum noch beachtet, es waren so viele,
Erde und Himmel brannten im Höllensturm,
die apokalyptischen Reiter
begannen ihren Lauf.


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Flucht übers Wasser


(Menschen flüchten aus Afrika - 2013/14)

Muttererde,
mit Hoffnung verschnürt
wagen Flüchtende die Reise
durch Wüstensand übers weite Meer
ins Ungewisse,
nach Beistand für ihre
ausweglose Lage suchend.

Dicht an dich kauern Verängstigte
für viel Geld in morschen überfüllten Booten,
den Stürmen in nächtlicher Finsternis
gnadenlos ausgesetzt,
um in die erträumte Freiheit,
ans rettende Ufer zu gelangen,
der Hilfe entgegen.

Nicht für alle.
Ertrunken treiben sie
mit den Wellen zum Strand.

Machtloses Entsetzen!
Aufschrei der Zeit!
Grauen der Apokalypse!



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Geheimdienst


(Länderübergreifende Spionage)

Eine geheimdienstliche Behörde
nennt man Geheimdienst,
die seine Geheimnisse in
geheimnisvoller Weise tarnt,
so durch diese Geheimniskrämerei
der Geheimhaltungsstrategie dient,
um mit geheimem Wissen die Welt
insgeheim zu beherrschen,
in dem heimlichen Bemühen
dem Unheimlichen nicht zu begegnen.



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Hoffen auf Frieden


(Die Ohnmacht der Welt über völkerrechtliches Vergehen)
Sommer/Herbst 2013

Die Welt bangt,
Morde an Unschuldigen
wollen nicht enden.

Verheerende Zerstörungen und
unkontrollierter Hass prägen das Land,
Massen fliehen ins Ungewisse,
in die Ohnmacht der Völker,
ins Zerrissene der Zeit,
andere bleiben,
versinken im Schlund
teuflischer Begierden
ohne Entrinnen,
ohne Wollen.

Was wird werden,
was wird sein,
wenn Lösungen versagen?

Die Weltgemeinschaft
hofft auf Frieden,
wo keiner zu finden ist!


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Hochwasser-Drama Neu


(Deutschland Juni 2013)

Seit Stunden nässt der Himmel,
Pegel steigen ringsumher,
auf Straßen steht das Wasser,
normal der Alltag nicht mehr.

In Häuser drängen Fluten,
auch Säcke geben nicht Halt,
es brodelt aus den Schächten,
Boote retten Jung und Alt.

Güter treiben in Flüssen,
Bäche weiten ihren Lauf,
sorgenvoll leben Menschen,
schauen bang zu Wolken auf.

Es gießt weiter in Strömen,
Wellen brausen ungezähmt
verheerend durch die Gassen,
das Leben angstvoll gelähmt.

Wehren pumpen schon Stunden,
Deiche brechen, fluten Land
bis zu der Bäume Kronen,
Hochwasser mit höchstem Stand.


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Marsfahrzeug „Curiosity“ sicher gelandet!


(um 7.31 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit im Gale-Krater am 6. August 2012)

Auf dem fernen Roten Planeten
landete präzise und genau
ein irdisches Fahrzeug,
vom Erfindergeist
der NASA-Experten
originell, ideenreich
entwickelt und erschaffen.

Nach langer berechneter Reise
im Universum
ließ ein „Himmels-Kran“
das Mobil mit sechs Rädern
auf den Boden niedergehen,
zum Erforschen und Testen
fremder Welten,
um Unbekanntem ein wenig
näher zu kommen.

Geniales Wissen von Menschen
hat den Mars erobert,
einen weiteren Mosaikstein ins Reich
sensationeller Entdeckungen hinzugefügt,
durch ausgeprägte Genauigkeiten,
die der Schöpfer aller Dinge
am Anfang von Leben
und Gestirnen
schuf.

Menschen bietet sich dadurch
eine Grundlage für exakte Berechnungen -
Möglichkeiten, erdachte Visionen
zu verwirklichen.

(Jesaja 40 Vers 28 – Römer 11 Vers 33)


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Autobahn


Die
Straße
ist
lang
sehr
lang
auch
die
Schlange
der
Autos
die
sich
bewegt
mal
langsam
mal
schnell
mal
gar nicht
für
Stunden.

Alptraum
oder
Normalität
das
ist
hier
die Frage?!



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Es gipfelt


Wenn Gipfel
in immer neuen Gipfeln gipfeln
wird es für Gipfelnde
beim Gipfeln schwieriger
das angepeilte Gipfelziel zu erreichen
weil der Erfolg beim gemeinsamen Gipfeltreffen
vom Durchsetzungsvermögen Gipfelfreudiger abhängt
die sich gipfelmäßig dafür einsetzen
einen Gipfelerfolg zu besiegeln
der das Gipfelspektakel krönt
um die erreichte Gipfelhöhe
allen Gipfelbeobachtern zu zeigen.


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Venus-Transit


(6. Juni 2012)

Fast verloren wirkt die Venus,
schleicht sich an der Sonne vorbei,
Menschen hoch zum Himmel staunen,
schwarz der Punkt in der Glüherei.

Beachtlich ist das Spektakel,
Sensation wird es wieder sein,
wenn in über hundert Jahren
erneut sich das Schauspiel stellt ein.


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Eisschmelze


( Gletscher der Erde)

Das alte Eis
verliert den Halt,
tropft, schmilzt und
bricht effektvoll, wuchtig, wüst
krachend aus seiner Verankerung,
lässt den Meeresspiegel steigen,
Land erbarmungslos versinken,
die Menschen hilflos werden,

Erkenntnisse finden keine
ernsthaften Beachtungen
im internationalen Spiel,
sie werden in Sümpfen
machterhaltender Gier
gewissenlos versenkt,

Ohnmacht steht dem
eisigen Schauspiel
ratlos gegenüber,

Menschen haben
sichtbar versagt,
das Überleben
ist in Gefahr.




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Jahreskalender


Zahlen vergehen
wie all die Jahre zuvor,
auch wichtige Worte,
im Kalender,

die Alltägliches bestimmten,
Termine das leidliche Sagen hatten,
Trubel und Aktivitäten festhielten,
an Ereignisse erinnerten,
deren Dringlichkeiten erklärten,

Neuheiten und Geschehnisse
in ihrer Besonderheit markierten,
Persönliches genau dokumentierten,
dem Schreiber verdeutlichten,
dass Tag für Tag
das Leben pulsierte,
so oder so
oder noch ganz anders.

So reihen sich Kalender erneut
in die Geschichte ein,
versiegeln und beenden
die Zeit des Jahres.




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Gipfeltreffen


Wie immer
gipfeln Gipfel
in neuen Gipfeln
da gipfelnde Leute
sich mit Gipfelküsschen
spitzenmäßig gipfelnd begrüßen
besiegelnde Glanzpunkte ergipfeln
sie dann mit gipfelhaften Worten
den gipfelmüden Völkern
die neue Gipfellösung
als Gipfelerfolg
präsentieren.


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Stierkampf-Arena


(40 Verletzte am 19.8.2010 beim Stierkampf
in der Stadt Tafalla/Spanien)

Gewichtig
zum Angriff bereit
stellt er seine Hörner
gegen den tänzelnden Torero,
der kunstvoll sein rotes Tuch
dem bulligen, schnaubenden und
scharrenden Tier entgegenwedelt,

die Spannung steigt,
das feurige Publikum tobt,
das Gaudium wird ekstatisch,
doch dann
setzt der Stier zum Sprung an,
Absperrungen bieten keinen Halt,
kraftvoll prescht er höher, immer höher
über Bänke in die Menge,
trampelt und zerstört,

Verängstigte schreien,
verstörte Kinder werden unter
der fleischigen Masse begraben, verletzt,
alle laufen um ihr Leben.

Des Stieres Leben aber ist
ohne Bedeutung
für die,
die dem Tod gerne
ins Auge sehen.



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Trümmerfrauen von Berlin
(1945)


Verloren der II.Weltkrieg,
zerstört die große Stadt,
zerschlagene Steine prägen
die Sicht der noch Lebenden,
unwegsam jeder Schritt durch
zerbombte Häuserschluchten.

Männer gab es nicht viele,
es mussten Frauen ran,
Trümmer schippen,
Mörtel klopfen,
Eimer reichen,
Loren schieben,
im täglichen Kampf
das Überleben sichern,
hamstern, tauschen, kaufen,
um unverschuldete Nöte
vom Dasein zu lindern.

Im Schutt spielten Kinder,
Mäntel hüllten wärmend ein,
die Kälte brachte arge Sorgen,
Hunger zog durch alle Mägen,
Tränen fluteten voll Trauer
durch die Trümmer
von Berlin.


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Zeichen der Zeit


Den einen plagt das Feuer,
den anderen die Flut,
so mancher hat verloren
Leben, Hab und Gut.

Die einen knien nieder,
beten flehend auf dem Haus,
andere wollen fliehen,
weit umher nur Graus.

Den einen trifft es gar nicht,
den anderen umso mehr,
das Leben wird zur Hölle,
Atmen fällt schon schwer.

Wälder und auch Moore
verbrennen lichterloh,
Menschen erblicken Asche,
und keiner ist mehr froh.

Hunger schnürt die Mägen,
das Wohnen wird zur Qual,
Kriege wollen nicht enden,
Leidtragende ohne Wahl.

Die einen kennen die Bibel,
wissen um die kritische Zeit,
andere schmerzen Zweifel,
vergehen im endlosen Leid.

Andere schauen ins Leere,
haben verloren des Lebens Sinn,
sehen nicht blühen die Zeichen
vor des Schöpfers Neubeginn.

( Matthäus 24, 2. Petrus 3 Vers 13 )


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Rettung aus der Tiefe Chiles


(Am 5. August 2010 wurden 33 Bergleute
im Bergwerk San José in über 600 m verschüttet)

Bangen und Hoffen geisterte
tief unter der Erde im Verlies
der Verschütteten,
Ängste kauerten eingepfercht
zwischen Tonnen von Gestein
unter den lebendig Begrabenen,
die dem Geschehen hilflos
ausgeliefert waren,

sich den Tag des Findens ersehnten,
der in Erfüllung ging,
als Rettungskräfte aller Art
das Unmögliche möglich machten,
die Eingeschlossenen fanden,
mit dem Notwendigen versorgten,
Kontakte zu den Familien herstellten,
deren Herzen über ihnen innig schlugen,
unbeschreibliche Emotionen durch
eine kleine Verbindungsröhre freigesetzt
werden konnten,

es zu einem Wunder der Zeit machten,
der Hoffnung eine Chance gaben,
dass die tapferen Männer wieder
das Licht der Welt sehen konnten,
Familien ihre Söhne,
Väter ihre Kinder und
Männer ihre Frauen
nach langem Entbehren
in die Arme schließen konnten.


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Vuvuzelas


(WM – Südafrika 2010)

Gnadenlos trötet
es aus der Masse,
sie findet es toll,
so superklasse,

oben und unten,
auch von der Seite,
manch einer sucht schon
sogar das Weite,

doch nur wohin soll
dieser denn gehen,
die Vuvuzelas
überall stehen,

begeisterte Fans
tröten immerzu,
wie Hornissen im
geschlossenen Schuh,

das Stadion tobt,
Hopsen und Tanzen,
keinem gelingt es,
sich zu verschanzen,

ein buntes Treiben,
gespannte Euphorie,
Menschen bedröhnen,
in der Art - noch nie,

so ist es der Brauch,
tröten und tröten,
die Vuvuzelas,
zum Nerv ertöten.



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Aschewolke aus Island


(Vulkanausbruch unter dem isländischen Eyjafijallajökull-Gletscher April 2010)

Heiße Lava spuckt
aus des Gletschers Tiefe
drangvoll in die Höhe
zeigt ein naturschönes
Funkenspektakel
erleuchtet die Nacht
und mit dem Wind treiben
gespenstige Wolkenberge
rauchende Schwaden
um das irdische Rund

Gletscherwasser fließen
ins vulkanische Land
überschwemmen der
Menschen Werke
erlahmen das Leben
von Hochkulturen

Europa seufzt
und Flieger stehen
so wie die Menschen
auf ihrer Reise

rotsprühende Gewalten
zeigen der Zivilisation
ihre Macht.




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Apokalyptisches Beben


(Erdbeben am 12. Januar 2010 in Haiti)

Nur Sekunden
bebte die Erde,
schwankend erlag
des Menschen Schutz,
Todesschatten schlichen,
suchten nach Opfern in
staubigen Trümmern
der Geplagten.

Nur Sekunden
bebte die Erde,
löschte den Alltag,
verbarg Leben im Schutt
und viele Tote unter Tüchern,
Seelen beteten verzweifelt
zu ihrem Gott um Hilfe,
zum Überleben.

Nur Sekunden
bebte die Erde,
Verstörte schrien,
schmerzvolle Verluste
ließ die Lebenden erstarren
und das geschundene Volk
im Grauen verstummen,
Kinder verwaisten.

Helfende Hände
kamen und linderten
die Not der Verzweifelten,
retteten verstümmeltes,
geschocktes Leben.

Tränen flossen
von der Insel
ins weite
Meer.


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Gewissenskampf


(Selbstanzeige bei Steuersündern)

Es ruht der Leib
um Mitternacht,
mit ihm auch die Lider,
doch hinter Stirnes Falten
zerren unruhige Gedanken
die Sinne in ein fernes Land,
sehen Verborgenes
in stillen Fächern
bedrohlich
liegen.

Gewissensbisse
erobern die Seele,
Ängste gleiten wild umher,
drängen hin vielleicht
zur Reue,
Geheimes
zu bekennen.

Der Morgen naht,
die Vögel singen,
der Leib erhebt sich
zur Entscheidung.


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Anhaltende Dürre


( Dürrekatastrophe in Kenia 2009 )

Der Hunger nagt
staubige Dürre hält
das Land im Griff
und Kinder von
der Schule fern

schwere Kanister mit
lebenswichtigem Wasser
aus fernen Brunnenlöchern
hängen an kleinen Leibern
tragen sie Schritt für Schritt
durch heißen Wüstensand

plagende Hungergefühle
begleiten ihr junges Leben

was ihnen oft nur bleibt
sind Kakteen und Blätter
von Dornensträuchern.


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Familientreffen


(Wiedersehen zwischen Angehörigen
aus Nord-und Südkorea 2009)

Sichtlich bewegt
treffen sich Menschen
nach langen Jahrzehnten,
alter Sohn und betagter Vater
liegen sich wortlos in den Armen,
Tränen durchweichen ihre Nähe,
durchfluten die Seelen mit
sehnsüchtiger Liebe und
kargen Erinnerungen,

zitternde Finger
zeigen andächtig
auf alte vergilbte Bilder
vom gemeinsamen Leben,
als nichts Trennendes
die Zeit bedrückte,
Hände gleiten weiter
über glänzendes Papier
neuer Familien,
staunend wühlt es
an bewegte Herzen.

Augenblicke ohne Grenze
zwischen Nord und Süd.



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Gedenkweg im Moor


(Projekt -Kunstwegen 2000 -
Peter Fischli/ David Weiss -
Bathorn/Grafschaft Bentheim)

Leicht
schwankend
windet sich
Haken schlagend
ein Holzsteg
zwischen Birken und Buchen
dem Torfmoor entgegen,
ohne erkennbares Ziel
der Ungewissheit folgend.

Stille Faszination
begleitet den Betrachter
von Moosen und Flechten,
von heimischem Getier,
von winterlichen Nebeln
die den Boden benetzen,
dessen Tiefe Geheimnisse
der NS-Zeit verborgen hält,
als Leiden, Blut und Tod
das Moor durchtränkten.

Freude und Entsetzen
werden zu stummen Begleitern,
dessen widersprüchliche Aspekte
den Weg in bodenständiger Weise verankern,
das Denken vom Wundervollen
zum beklemmenden Gedenkweg
gleiten lassen,
sich im Moor
verlieren.


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Ballspiele


Es rollt der Ball von Tor zu Tor,
vor und zurück und wieder vor,
dann ein Foul und gelbe Karte.
Worte fallen „Oh, warte warte!“

Von der Seite gibt es Zeichen,
weiter weiter dorthin weichen,
da, der Ball und Beine laufen,
dann ein Schuss – vorbei,
zum Haare raufen.

Aus den Rängen schreien Leute:
„Schießt ein Tor bitte noch heute!“,
doch die Spieler welch ein Graus,
gehen ohne ein Tor nach Haus,
die andern aber vom Gegenverein
schießen zum Tor – der Ball fällt rein.

So ergeht es Fußballvereinen,
mal ein Jubel, mal ein Weinen.



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Liliputaner-Schau


So war es Früher

Kinder gingen mit
zum Rummelplatz
sahen kleine Menschen
auf der Bühne stehen

davor die Lachenden
die bezahlten und hineingingen
zum Weiterlachen

die Kleinen hampelten
und zampelten
hatten keine andere Wahl

der Rummel ging weiter
die Sensationen auch
die Amüsierten schlenderten
vorbei an Buden mit Allerlei
und bunten Zuckerstangen
es gab so viel zu sehen

nur die traurigen Herzen
der Liliputaner
konnte keiner sehen.


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Kinderzucht vor Jahrzehnten


Im Kinderhorte lagen sie,
wie eingedoste Sardinen,
zur Mittagsruhe kein Pläsier,
mit Blick auf trübe Gardinen.

Die gute Tante sah umher,
keinen Mucks wollte sie hören,
doch räusperte sich irgendwer,
gab es Klappse für die Gören.

Da lagen sie – die Kinderlein,
die so lieben, süßen Kleinen,
eingewickelt in Deckelein,
mit sehr stramm gelegten Beinen.

Rückenlage wurd' gelieden,
so war es Sitte und auch Brauch,
Kinder angstvoll alles mieden,
auch das Jucken am kleinen Bauch.

Die Kleinen hatten keine Wahl,
zu streng war der Tante ihr Blick,
das Liegen wurde so zur Qual,
für lange der Kinder Geschick.


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Gedenken


(an die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945)

Tausende Menschen wurden sofort getötet,
Tausende starben nach Wochen durch radioaktive Verstrahlungen,
Tausende weitere nach Jahren und Jahrzehnten.

Glocken läuten zum Gedenken
an das große Sterben,
an die nukleare Vernichtung
von Hiroshima und Nagasaki.

Überlebende,
Angehörige
leiden noch heute,
sterben qualvoll an den Folgen
jahrelanger Pein.

Verstrahlungen, Narben
zeichnen die Körper
der Unschuldigen,
Glocken läuten zur Erinnerung.

Menschen gedenken der Opfer
deren Dasein in Sekunden erlosch.

Fetzen schwarzer verbrannter Haut
hingen an verstörten Körpern,
schreiende Kinder flohen
vor dem Unbegreiflichen,
unerträgliche Hitzewellen
verdampften Menschen zu Nichts,
ließen andere im Schock erstarren.

Das Böse in der Welt
zeigte sein Gesicht,
ließ dem Wahnsinn freien Lauf
und Sieger triumphierten.


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Gedenken aller Opfer

(KZ-Gedenkstätten)


Fast sprachlos
stehen sie,
erschütterte Seelen
in kopfgebeugtem Schweigen
vor dem Mahnmal
des Unbegreiflichen.

Sprachlos
gehen sie,
enteilen beklommen
der Vergangenheit.

Aus erdiger Totenstille
dringen Schauer,
Schreckensbilder
belagern die Sinne
Überlebender und
tauchen in Spalten
dunkler Erinnerungen,
lassen sie zu Bergen von
Skeletten und Leibern werden,
zu tiefen kalten Todesgräben,
mit Schaufeln der Ohnmacht
durch noch Lebende erzwungen,
angepeitscht von spöttischen
Fratzengesichtern des Bösen,
deren schwarze Stiefel erbarmungslos
in ausgemergelte Leiber treten,
Nackte in den gasigen Tod treiben.

Sprachlosigkeit
ergreift sie,
betroffene innere Starre
versteinert Gesichter,
erschüttert Besucher
die dem Grauen ins Gesicht
sehen konnten,
dem Terror
einer mörderischen
verirrten Zeit.


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Börsenängste


Ängste laufen um die Welt
der Börsenkurs fällt und fällt
kann sich nicht mehr halten
Menschen die Hände falten
Panik herrscht gepaart mit Not
der totale Einbruch droht

so ist es mit den Werten
wie es die Alten lehrten
die Schätze hier auf Erden
können zu Sorgen werden

doch es fragt der kleine Mann
wo denn nun der Fall begann
wo ist nur das Geld geblieben
wo das Gute hingetrieben

dem Volke kann es keiner sagen
und Mächte schweigen
die es nun haben.

(Sept./Okt. 2008)


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Fackellauf


(2008)

Die Fackel reicht
vielen die Hand
erobert schnell
Völker und Land

mit ihr laufen
Sportlichkeiten
und Bewacher
die einschreiten

nach China hin
läuft nun das Licht
Olympia
verkörpert's nicht

soll die Welt des
Sports bescheinen
fremde Völker
friedlich einen

der Fackellauf
tut sich so schwer
überall kommt's
zur Gegenwehr.


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Kindersoldaten


Welch ein Schmerz
berührt die Seele,
die das Unfaßbare
nicht fassen kann
beim Anblick der Kinder,
die verlenkt werden,
die benutzt werden,
die geknechtet werden,
ihrer Kindheit beraubt
werden für Zwecke
von Krieg und Gewalt.

Gehorsame kleine Augen
sehen nach rechts,
sehen nach links
Kinder
stehen stramm mit
gerichtetem Gewehr,
üben den Krieg
gegen die Großen.

Welch ein Leid in unser Zeit!


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Zaungäste


(G8 Gipfel Heiligendamm 6. - 8. Juni 2007)

Gäste vereinen sich
hinter dem Zaun
wollen gern reden
und jedermann staun'
über Probleme
unserer Welt
weil sie vielen
nicht mehr gefällt

denn die Schere
von Arm und Reich
öffnet sich ständig
in jedem Bereich
globales Klima
lebt voller Tücken
keiner kann's in
Schranken rücken
Unrecht und Leiden
ständiges Kämpfen
vergebliches Tun um
Mächte zu dämpfen
daher
dieses
Großspektakel

und das alles
hinterm Zaun
doch davor man
wiederum staun'

gepanzert und dunkel
sieht man Gestalten
protestierende Bürger
sind kaum zu halten

nach Frieden schreit
vereint eine Menge
doch zu gigantisch
des Zaunes Länge
wachsame Augen
stehen stramm
vor dem Hort von
„Heiligendamm“.


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Straßenkinder


(Weltweit)

Kinder ohne Heimat
in einer großen Stadt,
Gleiche, die sich finden
werden niemals ganz satt.

Hausen in den Ecken,
ohne Geborgenheit,
sehnen sich nach Liebe,
die Seele lautlos schreit.

Kennen Lebensqualen,
vegetieren so hin,
schnüffeln Klebstofftüten,
ein Leben ohne Sinn.

keinem sie gehören,
Kinder die keiner will,
Kinder lautlos weinen,
sterben oft ganz ganz still.

Würdelos ihr Leben!



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Kinderschweiß


(Indien und Weltweit)

Armut ist das Übel
Treibt Eltern zum Verkauf
Ihrer kleinen Kinder
Elend nimmt seinen Lauf

Zwangsarbeit in Hütten
Kleine Kinder unter sich
Weben, fädeln, sticken
Und hausen fürchterlich

Gierige Herren schlagen
Seelen brechen entzwei
Kennen keinen Ausweg
Manch einer ist erst drei

Werden nur geschunden
Kaum einer kennt die Not
Dieser Sklavenkinder
Betteln täglich nach Brot

Sehnen sich nach Bildung
Und weinen in der Nacht
Auf den schmutzig' Decken
Bis der Morgen erwacht

Können sich nicht wehren
Kleinste Kinder weltweit
starke Traditionen
Zwingen sie zur Arbeit.


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Tour de France 2007


Doping
macht recht
schnelle Beine
radeln fast
wie von alleine
sprinten Berge
rauf und runter
schnelles Tempo
immer munter

Sponsoren helfen
begleiten Etappen
vorne die Schnellen
hinten die Schlappen
spurten verbissen
in heißer Sonne
Begeisterte rufen
erleben Wonne

am Ende dann
vorbei der Traum
gedopte Sieger
man glaubt
es kaum.



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Klimawandel


Frühling im Winter
man glaubt es kaum
Knospen drängen aus
Strauch und Baum
spüren die Sonne
munter Begehren
wollen sich dem
nicht verwehren

Drum fragt der Mensch

wie soll es
noch werden
mit dem Klima
hier auf Erden

Warnungen schlug
man in den Wind
als wir Großen
waren noch Kind
auf die Probleme
kaum einer hörte
es auch keinen
weiter störte

doch jetzt müssen
alle es sehen

der Klimakollaps
liegt in Wehen.



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Die Welt zu Gast bei Freunden


Fußballzauber ergreift die Welt,
Nationen werden Gäste,
verteilen sich im ganzen Land
und fragen: „Wer wird der Beste?“

WM-Fieber schleicht durch Gassen,
Fußballspieler treffen ein,
werden alle mächtig kämpfen,
für ihr Land und den Verein.

Wenn die Hynmen dann erklingen
auf dem großen weiten Feld,
werden stehen voller Spannung
auf dem Rasen Held an Held.

Spieler zeigen dann ihr Können,
schießen hoch und halb im Drehn,
flanken kräftig von der Seite,
oder bleiben staunend stehn.

In den Toren warten Stare
auf den Einsatz ganz allein,
möchten immer gerne halten,
wenn die Bälle kommen rein.

Manche Spieler sich berangeln,
springen, köpfen noch im Fall,
Schlachtenbummler tröten, trommeln,
durch das Stadion tönt der Hall.

Tage werden sie so kämpfen
für die WM Meisterschaft,
bis es endlich dann am Ende
eine Mannschaft hat geschafft.

Dann der Schlußpfiff und ein Jubel,
geschossen wurd' das letzte Tor,
Sieger taumeln voll Euphorie,
voller Glück wie nie zuvor.



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World Trade Center
am 11. September 2001


Plötzlich,
aus dem Nichts
kam erst eins,
dann noch eins,
Flugzeuge mit reisenden Menschen
durchschlugen die Türme
der Macht - des Geldes,
die symbolische Stärke
eines großen Landes.

Plötzlich,
alles vorbei,
das Leben und Treiben
an diesem Ort
des 11. Septembers 2001

Plötzlich,
ganz plötzlich
ist alles anders,
die ganze Welt erstarrt
in Angst und Schrecken,
unvorstellbares Grauen
umkreist den Erdball,
unfaßbar das Leid
der Unschuldigen.

Plötzlich,
stehen sie beisammen,
reich und arm,
schwarz und weiß,
Religion neben Religion
und beten zu Gott,
jeder zu seinem, und fragen
nach dem - Warum?

Plötzlich,
über Nacht
vereinen sich Länder
zur gemeinsamen Stärke,
zum Angriff
auf das Böse in der Welt,
das überall lebt und wirkt,
fast unsichtbar -
aber doch vorhanden ist.

Plötzlich,
aus dem Nichts
schießen Böse auf Böse,
Menschenleben vergehen
und wieder leiden -
die Unschuldigen.


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Holocaust-Mahnmal


Das Mahnmal soll mahnen,
appellieren an die Schuld
aus vergangenen Tagen
des „Mannes“ und seinem Kult.

Waren es nur Juden,
die litten große Qual?
Waren es nicht auch andere,
unschuldig und tausende an Zahl?

Verfolgte wegen des Glaubens,
Verfolgte wegen politisch’ Schwur,
Verfolgte die waren behindert,
Verfolgte die waren anders nur.

Mütter die ihre Kinder verloren
im Eis und zerschossenem Feld,
Frauen die den Mann nie mehr sahen,
einsam gefallen als Soldatenheld.

Nach vorn’ erhobene Hände
huldigten dem „Mann“,
für sie ein göttlich’ Wesen,
zog Scharen magisch an.

Die „braune“ Zeit sortierte,
teilte kategorisch ein,
in glorreiche Herrscherklasse,
verachtend das Anderssein.

Vergast, verscharrt, gefoltert,
gehängt, geköpft, erschossen,
friedlich lebende Menschen,
durch des „Mannes“ treue Genossen.

Das Mahnmal nur für Juden,
wiederholt was einmal war,
die Beurteilung von Menschen
durch gewählte Regierungsschar.
(Entscheidung am 26.6.99)


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Hitzewelle


Die Sonne brennt
es glüht das Land,
überall ein Stöhnen,
die Hitzewelle
ist zu Gast,
will weiter
noch verweilen.

Im Schatten
sitzen sie vereint,
Menschen aller Völker,
sehnen sich nach
kühlem Nass,
langsam alles Treiben.


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Tsunami im Indischen Ozean


26.12.2004

Tsunamis
erschütterten die Welt.
Todbringende Erhebungen
machten sich auf den Weg des Unheils.
Ungeahnt drängte sich
die Wellenmauer
aus dem bebenden Wasser,
Angst und Bangen
unter den Nationen der Küsten
des Indischen Ozeans.

Tsunamis,
unaufhaltsam,
geballte elementare Kräfte
standen vor den Küsten,
Menschen rannten um ihr Leben,
für viele war's vergebens.

Strände,
Orte der Erholung,
Orte paradiesischer Art
verwandelten voller Schrecken
das Schöne in Verwüstung.
Der Tod kam mit dem Wasser
und ließ die Menschheit erstarren.

Gottes Wille war es nicht!

Möge im Schock der Zeit
das Verstehen gelingen,
denn
Zeit und unvorhergesehenes Geschehen
trifft sie alle,
Zeit und Glück liegen beieinander.


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Schreie


Schreie gegen den Wind
verhallen,
nahendes Unheil
formt sich zum Sturm
der Zeit.

Angstvolle Gedanken
kauern in Winkeln,
gefangen in Augenblicken
der Hoffnungslosigkeit
einer gelähmten Seele.

Schreie verstummen
in der Unbegreiflichkeit
der Macht eines
wütenden Hurrikans,
degradieren das Leben
zur Wehrlosigkeit.



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Hoffnung mit Garantie


Drangsal und Unglück
sind verwoben
im Netz des Lebens,
Trauer und Tod
spinnen ihre Fäden
durch das Vorhandene,
verstärken den Schmerz
der Leidenden,
der Verzweifelten,
der Suchenden
ihrer Angehörigen, ihrer Lieben.

Fragen über Fragen
überschatten das Denken.
Wo sind sie geblieben?
Wohin sind sie getrieben?
Wer hat sie irgendwo gesehen?
Wer begreift all das Geschehen?
Leere quält die Gebeine und
verführt zu Gedanken gegen
den Schöpfer, gegen Gott,
gegen sein Zulassen oder Tun.
Doch
sein Sohn, Jesus Christ
litt Qualen bis in den Tod,
um die Menschheit zu erlösen,
zu befreien von Leid und Tod,
von Drangsal, Unglück
und der ererbten Sünde.
Keiner der Vermißten
geht bei Gott verloren,
er erinnert sich ihrer
in der "Auferstehung",
wie es steht geschrieben
in seinem Wort, der Bibel.
Eine Garantie für ein
erneutes Leben,
eine Hoffnung,
die den Schmerz des Verlustes
ein wenig lindern kann,
ein wenig Licht ins Dunkle bringt.
( Johannes 5 : 28, 29 )

gewidmet den Angehörigen der Tsunami-Opfer vom 26.12.2004


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Stumme Schreie


Kinder
schreien stumm,
Tränen versickern
im Inneren ihrer Seelen,
verharren.

Augen sahen
Schrecken,
Unfaßbares,
die große Welle,
danach
die Einsamkeit
einer bizarren Verwüstung.

Kinder
schreien stumm,
nach ihrer Familie,
nach Geborgenheit,
nach ein wenig Liebe
in einer zerstörten Welt.

Der Tsunami
hat den Zauber ihrer Augen
genommen,
hat blutende Kinderseelen
hinterlassen.



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Todesängste


Sie lassen
mich erschauern,
bohren sich in
meine schreiende,
brennende Seele,
hoffend,
dich
in stürmenden Wassern
des Tsunamis
zu finden.

Ängste
martern mein Gebein.
Wohin bist du getrieben?
Liebe meines Lebens!
Wohin?




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Suche nach Trost


Im Wandel befinden
sich Hoffen und Bangen,
Tatsachen der unbegreiflichen Flut
lodern in den Vordergrund
des Denkens,
das sich nur schwer aus der
Betäubung befreien kann.

Der Anker des Schmerzes
vermag sich nicht vom Herzen
zu lösen,
das einsam und leer
im Inneren verharrt,
die Hoffnung am Leben erhält.

Sehnsüchte zerren und toben
in der Seele,
nagen am Gebein,
verdrängen einst Wichtiges
in die Belanglosigkeit.

Die Bedeutung des Lebens
wird spürbar,
kostbar,
lenkt zur Frage nach
dem Sinn des Lebens,
nach dem Ursprung
allen Seins.

Wer die Nähe des Schöpfers sucht,
der wird auch seine Nähe finden,
an SEINER Hand kann der Schmerz
des Verlustes sanft gelindert werden.
( Jakobus 4:8, Psalm 46:1-4 )

gewidmet den Betroffenen der Tsunami-Opfer am 26.12.2004


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Sonnenrausch


(Sonnenfinsternis über Deutschland am 12.8.1999)

Der Mondschatten raste über’s Land,
Freudentränen die Völker verband,
Jubel - als die Korona erschien
in München, Karlsruhe und auch Wien.

In Stuttgart wurde man pitschenaß,
da blieb nur eines – das Bier vom Faß,
nur in den Alpen gab's freie Sicht,
sagten Leute im TV - Bericht,
verdunkelt wurde das Firmament,
spannungsgeladen bis unters Hemd,
Tränen rollten mit staunendem Blick,
zu hören die Blitzlichter - klick, klick.

In Deutschland sah man das Schattenspiel,
für manchen Betrachter fast zu viel,
Ehrfurcht ergriff viele Gedanken,
ließ sie gleitend nach oben ranken.