Auf grünen Füßen
schreitet hurtig der Mai
erobert Wiesen und Wälder
öffnet leise der Blüten Feine
taucht die Welt in satte Farben
kündet so seine Wiederkehr
ergreift der Sonne
Strahlenschein
um ihn zu
liebkosen.

Gelbes Leuchten
auf grünen Wiesen,
Kühe grasen in der Pracht
und hoch droben ziehen Wolken,
Bergen gleich durchs weite Land.
In der Ferne plätschern Wasser
über Fels im alten Bach,
ersehnen auf der
langen Reise
die Blicke
kleiner
gelber
Sterne.

Trostlose Gerade
von hölzernen
Querbalken
gleichmäßig
unterbrochen
weisen eiserne
Schienen in die
staubige Ferne
doch nahe vor
meinen Augen
erheben sich aus
alten Schottersteinen
rote blühende Wunder
zeigen dem tristen Land
ihren Überlebenswillen.
Noch frieren
starre Stämme
in ihrer Birkenhaut
doch im steigenden Saft
drängen sich aus der Enge
mannifaltiger Verästelungen
naseweise grüne Spitzen
dem hellen Sonnenlicht
gespannt entgegen.

Aus zarten Dämmerungen
heraus sehnt sich Neues
in den Tag,
verweilt fröstelnd
im dämpfenden Grund
zwischen Moosen und Flechten
wurmdurchzogener Welke,
aus deren Feuchte
gelbe Waldschlüsselblumen
selbstbewusst erwachsen
und aufsteigende Düfte
sich mit dem Licht der
grell blendenden Sonne
zum Frühling vereinen,
in Augenblicke
eines jubelnden
Morgens tauchen.

Wie sie ragen aus dem Grünen,
stehen Spalier im Wiesengrund,
Blütenpracht im gelben Kleide,
wandeln sich mit jeder Stund'.
Welche Kraft bewirkt den Wandel?
Wohin schwindet gelbe Pracht?
Wer steckt Schirme in die Kugel?
Wer verzaubert alles über Nacht?
Wer schickt laue Frühlingswinde,
pustet Blumen, treibt sie fort,
lässt sie wieder niedersinken
ganz an einem anderen Ort?
Wer legt sie zur Ruhe nieder,
sorgt für ihre Wiederkehr?
ER wohnt hoch über den Wolken
und verdient für alles Ehr'.

Sonnenstrahlen
gleiten hernieder
treiben den müden
auf weißen Schuhen
schlürfenden Winter
ins Versteck der Zeit
und neues Grün aus
engen Behausungen
beäugen mit einem Lächeln
erste Schneeglöckchen
des scheidenden
Winters.

Es graut der Morgen
die Nacht erhellt
sonnige Balken
erstrahlen aus
den Wipfeln
fallen auf
Matten
moosiger
kleiner Sterne
sehnen sich nach
der blumigen Flur
am Waldesrand
dessen Gründe
letzte Spuren
des Winters
verbergen.

Aus dem Grase drängt sich Leben
lacht der Sonne froh ins Gesicht
kleine Schnäbel trillern Weisen
beäugen das Vergissmeinnicht
kleine Wesen surren munter
Käfer krabbeln im alten Laub
Regentropfen fallen nieder
vermengen mit dem Erdenstaub
kleine bunte Flügel zieren
Maienlüfte heben sie sacht
Blumendüfte locken zärtlich
vom Schöpfer alles so gemacht.

Es schmückt die Lilie
den Wasserlauf
schwärmt von den
zarten Winden
neigt galant
ihr Haupt
hinunter
in die
Kühle
entdeckt dabei
ihr Spiegelbild
ein Wunder für
die Schöne.

Bunt wie ein Clown
ist das Gesicht
des Frühlings
lacht sich in
sehnende
Herzen
und
haucht
seinen Atem
Wunder beladen
aus dem Verborgenen
in bunte selbstbewusste
begehrliche Schönheiten
die schweigend
ihren Charme
entfalten.

Langsam taut
des Winters Hülle
weiße Glöckchen
drängen ans Licht
Winde säuseln
Wolken eilen
des Frühlings
Lüfte nahen
aus der Tiefe treiben Blüten
bunte Wunder reich an Zahl
und das Leben flüstert leise
verweilt im feuchten Grase.

Laue Winde
wiegen Narzissen
durch des Frühlings
Sonnenschein
über Wiesen
gaukeln gelassen
Schmetterlinge
berühren
küssen
gelbe Mähnen
die vom
frischen
Löwenzahn.

Sonnenstrahlen
durchstreifen
den Morgen
schlängeln sich
durchs weite Feld
beugen Gelbes
in den Winden
der Bauersmann
sein Land bestellt.
Schattenkühle
liegt auf Wegen
Vögel zwitschern
im Grünen Hain
feste Schritte
frohe Sinne
laden zum
Spazieren ein.

Frisches Grün
durchdringt
die Augen
Seelen
tauchen
in neuen Glanz
Sinne erwachen
im Rausch der Wonne
erleben des Frühlings
Werden.

Kerzen stehen
im frischen Grün
winden sich in Lüften
wenn die Blüte
dann erbracht
schweben
kleine Wunder
nicken noch
ein letztes Mal
bevor Schlingen
der Vergänglichkeit
sie umgarnen.

Aus der Starre
drängt sich Leben
Grünes faltet
sich empor
Säfte steigen
füllen Spitzen
Vögel singen
trillern Weisen
Lüfte künden
neues Werden.

Wenn die Zeit
der Farben ruft
quillt hervor
ein Staunen
wie auf Flügeln
wundersam
schwebt heran
ein Zauber.

Sonnenstrahlen drängen
Knospen aus ihrer Gruft
man hört sie leise singen
vom Frühling und Blütenduft
von lauen milden Lüften
und freudigem Vogelsang
vom kühlen Moos in Auen
so innig stundenlang.

Düfte
steigen
aus den Blüten
sinnberauschend
ihr Bouquet
hauchen leise
voller Eifer
ihre Wunder
aus dem Schönen
winden sich durch
grüne Blätter
und dem vollen
Lila, Weiß, Rosé.

Auf leisen Sohlen
Schleicht er
Zeigt verhalten
Sein Gesicht
Höhnt mit
Lauen Lüften
Spürt in sich
Ein Drängen
Haucht Atem
In das Weiß
Treibt es sanft
Von dannen
Fließend ins
Weite Land.

Sieh
Wie sie glühen
Die Wundersamen
Mohngekrönte
Im Sonnenschein
Wie sie recken
Ihre Köpfe
Rotgekleidete
Im grün‘ Gewand
Wie sie zeigen
Ihre Schönheit
Begehrenswerte
Dieser Zeit.

Elegant
im Frühlingskleide
stehen dichtgedrängt
all die vielen Schönen
zieren auf grüner Wade
Tulpenfelder
in endloser Weite.

Langsam
schleicht er sich
aus seinem
tiefen Schlaf
drängt
neues Werden
aus seiner Starre.
Kleine Spitzen
äugen in die Welt
lassen Hoffnung grünen.

Im Maien
stehen kugelrund
Samenkinder Spalier,
Pusteblumen auf Wiesengrund,
Augenweide und Zier.
Laue Winde wehen leise,
Schirme öffnen sich zu Hauf,
schweben über weite Auen,
der Maienflug nimmt seinen Lauf,
lässt sie treiben mit den Lüften,
keiner kennt der Samen Bahn,
doch sie werden neu erblühen,
irgendwo als Löwenzahn.