Abendröte ziert den Himmel,
trunken schon der Sonne Licht,
müde treibt der Fluss die Wellen
vorbei an wildem Uferwuchs,
wo die Entenpaare weilen,
Grillensänger laut ertönen,
Mücken ihre Reigen tanzen.
In der Ferne sinken Gluten,
spiegeln sich im Wasserlauf.

Gewitterschwer lauern Stunden
erlahmen das Sein
mengen weilende Schwüle
in Schichten des Lebens
bis
drohende Fronten
unbändige Aufwinde entfachen
Landstriche erstürmen
blitzende Helle und Donnergrollen
ihr schauriges Können zeigen
des Himmels Schwere entleeren
Spannungen verblühen
und erdige feuchte Düfte
das Atmen
wieder erleichtern.

Glitzernd schlängelt sich ein
breit verwobenes Perlenband
durch saftige grünende Wiesen
spendet dem Tagesanbruch
am Grund der Feuchte
strahlenden Glanz
schönt die Zeit
im Morgentau
des Sommers.

Perlenartige Wunder
spiegeln das Leben
in Feinheit wider
Wasserspuren
des Vergänglichen
schmücken die Welt.

Vom Sand der Dünen
wandern Blicke hinauf
zu weißen luftigen Gebilden
stimmungsvollen Bergen
deren Wandel
kindliche Fantasien auslösen
wolkige Gestalten
die behutsam und still
an blauer Bordüre
des Himmels
in die Ferne gleiten
entdecken wie
vom glitzernden
wellenden Meer
feine Nebel aufsteigen
und dunkle Dichte wieder
Brillanten zurück
in die Tiefe vergießt
mit schäumenden
Wasserkronen vereint.

Blüten wiegen in die Weite,
Wolken ziehen leis' dahin,
Bienen summen ihre Weisen
im sommerschönen Blumenmeer.
Düfte steigen mit den Winden
unbeschwert ins wallende Spiel,
flirren wie mit Sonnensegeln
traumverloren durch die Lüfte.
Augen blicken auf Lavendel,
tauchen beseelt ins Violett,
Sonnenstrahlen flimmern nieder,
Anblick wundervoller Freie.


Abendstunde, noch im September,
Birkenblätter fallen sacht,
die schon trocken an den Stämmen,
mit Farbigkeit vom Herbst bedacht.
Windstill fast, doch aus der Ferne
rauscht herbei der Reifenschall,
von den Autos, die da fahren,
dazwischen singt die Nachtigall.

Wenn Tag und Nacht sich sanft berühren,
Nebelschleier Konturen verwischen,
Dämmerlicht die Sicht erschwert,
Alltagsgeräusche verstummen,
Amseln auf Dachfirsten singen,
Kühle des Tages sich
ins Ende schmiegt,
dann hat der Abend
seinen Platz gefunden.

Dort,
wo der Himmel
die Erde berührt
enden die Weiten
goldenen Segens,
entwehen Wolken
gelben Blütenstaubes
dem wogenden Meer
reifer Roggenähren,
deren lange Grannen
in Winden schaukeln,
sich vor dem Liebreiz
malerischer Blumen
galant verneigen,
ihrer Schönheit
bewundernd
erlegen sind.


Das Jahr vergeht,
es wird September,
Blüten erliegen ihrer Pracht,
Welke nagt bis zu den Gründen,
gilbes Blattwerk weilt gelassen,
kennt den Wechsel,
spürt die Zeit,
sinkt ergeben
in die Tiefe
modriger Spuren,
die duftvoll
das Schweigen durchziehen,
verborgen in Gespinsten
der weichenden Nacht.
Morgentau legt sich hernieder,
tröpfelt ins braunende
Vergehen.

Gelbe Sonnen schmücken
die scheidende Zeit
des Sommers,
heben ergeben
ihre Häupter
in die Strahlen des
ewigen Lichts,
das unaufhörlich
seinem Auftrag
nachkommt,
Leben zu
ermöglichen.


Die baldige Hitze nicht ahnend
begann die traummüde Nacht
das Grau des Morgens
die Stimmen der Frühe
taumelig zu erhaschen
tauchte vertrauensvoll
ins zeitliche Verschwinden
um die Wiederkehr
nicht besorgt
vernahm nicht mehr
das neue berauschende Licht
erglühender Strahlen
die des Alltags Schnelle
zu dämpften versuchten
das sommerliche Leben
dieses Tages veränderten.

Wenn der Blick
auf rote Köstlichkeiten
Begehrlichkeit verursacht
Gaumensäfte sich mehren
und Hinwendung erfolgt
dann haben Beeren
die Erde erobert
und Herzen
erfreut.

Es peitscht das Meer
in seiner Fülle
hebt sich
schäumend
in den Wind
Wellen stürzen
drängen vorwärts
übermütig hin
zum Strand
verlieren
sich im
Sande.


Nebel dämpfen
der Sonne Strahl
Grünes wird nun
so langsam fahl
kleine Wunder
spinnen leise
Wohnungen auf
ihre Weise
warten hoffend
auf großen Fang
so wirken sie
ihr Leben lang
verspeisen dann
das gute Stück
drehen es hin
vor und zurück
spinnen weiter
dann mit Mühe
für die Beute
in der Frühe.

Zum Wechsel
neigt der Sommer
streicht Blütenbuntes
aus seinem Sortiment
ergibt sich ins Welken
weilt in der Wehmut
schönerer Zeiten
und lässt sich
von kühlen
Winden
erschöpft
ins Sterben fallen.


Fast regungslos
müht sich die Erde
ihre Ruhe zu bewahren
beim Anblick besternter
unergründlicher
nächtlicher
Wunder
Sehnen
erzeugt
das sich im
müden Schweigen
der Bäume Wipfel verfängt
verträumte zarte Weisen
in die Kühle haucht
so im Charme
der Nacht
verweilt.

Vergangen
der Wolken Schwärze
blauweiß das Firmament
und auf niederen Halmen
spiegeln kleine Tropfen
gläserner Wunder
die Welt in sich
wider.

Selbstbewußt
zeigt sich der Morgen
schiebt die Nacht
aus ihrer Bahn
Morgennebel
schwebend
steigen
Wolken
sehnen sich
nach frischem Duft
und rötlicher Magie.

Flügel schlagend
auf Blüten schwebend
entfalten bunte Wunderlinge
kunstvoll ihr Flügelkleid
saugen süßen Trank
aus wilden Blumen
beleben leise
ihr Dasein
offenbaren
faszinierende
farbenprächtige
kleine Geheimnisse
sommerlicher Schönheit.


Blumen blühen
Farben leuchten
rühren das Herz
bis auf den Grund
wie auf Flügeln
schwebt die Seele
traumversunken
zur Mittagsstund.

Im Schoß
der Blätter
nächtigt er
tummelt sich
in den Morgen
grüßt noch schnell
den Sonnenschein
bevor sein Dasein
schwindet.

Sonnenglühen
über den Bergen
Schatten wandern
im sinkenden Licht
spiegeln den Abend
ins Wunderreich
stiller Wasser
Nebelbilder
erobern lautlos
die Nacht.


Düfte umgarnen
der Sinne Mitte
lassen sie tanzen
im Schmuck
sommerlicher Blütenwunder
stillt ein leiser Zauber
der Liebe Begehren
taucht in die Zeit
der Rosen.

Wie eine Braut schreitet
morgendlicher Glanz
über das weite Meer
schaukelt Brillanten
im Wiegeschritt
durch Wellen
funkelnde
Schleier
erheben sich
entlang Stegen
erobern kühlen Sand.

Die Sonne brennt
es glüht das Land
flirrend am Horizont
grüßt der Sommer
gastiert vergnügt
unterm Himmel Blau
Menschen aber
müde stöhnen
wissen von der
Hitze Macht
und im Schatten
kühler Nässe
weilen blass des
Lebens Triebe.

Schwerer Regen
peitscht hernieder
dunkle Wolken
ziehen einher
in den Straßen
eilen Wasser
dehnen aus sich
mehr und mehr
hasten stürmisch
weiter vorwärts
türmen auf was
keinen Halt
drängen sich ins
Menschenleben
beängstigende
Urgewalt.

Der Abend
neigt sich
zur Ruhe
wandelnde
Sonnenstrahlen
perlen leise
spiegeln
tauchen
berühren
das Nass
schmücken
im roten Licht
des Tages Ende.


Winde stürmen
Schönheiten neigen
im Wolkendunkel
verhalten stolz
ihre Häupter
warten
geduldig
auf das
Wunder
neuer
Höhe.

Schmetterlinge
im Sonntagskleid
schweben durch die Lüfte
weilen zwischen grünem Gras
und der Blumen Düfte
äugen zu den Käferlein
den so kleinen Schönen
und der helle Sonnenschein
wird sie gern verwöhnen.

Wolken ziehen
und es dunkelt
müde wirkt
des Himmels Blau
Augenpaare
sehen Schönes
und die Nacht
zieht leis herbei
Filigran zeigt
sich im Wasser
spiegelt Gleiches
in die Zeit.

Aus Wassern
moorigen Zaubers
ragen erhaben
weiße pinselartige
bizarre Gebilde,
wiegen sich in Winden,
säuseln ihre Lieder
melancholisch in die Stille,
verharren in Schönheiten
einer erdigen Welt.


Leise
fallen Küsse
vom Horizont
ins Meer
taumeln
berühren das
flammende Licht
abendlicher Sonne
verfangen
sich im Rot der
Wiederkehrenden
der Ewigen.

Bizarr
gefallen
sterbendes Holz
erkennt schwimmend
die Vergänglichkeit
spiegelgleich in
harrenden
Wassern
bemerkt
an Ufern
versenkte
Schattenbilder
Vertrauter.

Im Schoß
der Blätter
nächtigt er,
tummelt sich
in den Morgen,
grüßt noch schnell
den Sonnenschein,
bevor sein Dasein
schwindet.

Blauer Mund und junge Hände
zogen durch den Blaubeerhain,
pflückten Stunden und auch Tage
in Gemeinschaft - nie allein.
Händeblau und Mückenstiche
zeigten an des Pflückers Fleiß,
mancher summte Kinderlieder
oder Schlager - so ganz leis'.
Es verschwanden manche Beeren,
blaue Früchte - frisch, gesund,
landeten voll heiß' Begehren
in dem Blaubeerkindermund.

Rote Farbenpracht durchzieht
den Horizont in wechselnder Weise,
umrahmt von Schwärze
der stillen Natur,
bereichert die dunkelnde Bucht
mit hörbar flachfließenden Wellen,
die zum Strande eilen
und wieder verschwinden
im Licht der untergehenden Sonne,
die ihr Spiegelbild zeigt
im göttlichen Sein.

Aus der Höhe
stürzen Wasser
fallen wild
ins tiefe Tal
legen Spuren
formen Berge
trommeln
Melodien gar.
Rauschen
tösend in
die Tiefe
springen über
Felsenstein
zwängen weiter
sich durch
Schluchten
nebeln dröhnend
Ufer ein.