Schaurig wehen Stürme
eisig über das Land,
wirken sehr bedrohlich,
sind außer Rand und Band.
Starr sind weite Fluren,
frostig sieht's Leben aus,
vermummt eilen Leute,
wer kann, der bleibt zuhaus.
Heiß glüht es in Öfen,
halten die Stuben warm,
draußen heult der Winter,
greift die Kälte am Arm.
Ziehen freudig weiter,
machen nirgendwo halt,
darum gibt es Zeiten,
da ist es richtig kalt.

Schau ich nach oben
sehe ich fliegen
weiße Flocken
vom Himmel her
küsse sie mit
meinem Geiste
verweile staunend
in ihrer Mitte
im Wunderland
der Kristalle.

Über Dächern liegt ein Schimmer
Nebel ziehen schwebend einher
dunkel noch des Tages Frühe
weite Fluren voll Silberglanz
Gräser stehen starr gefroren
mit einem Lächeln leicht gebeugt
am frostig eisbelegten See
schweigen still ins Blütenlose.

Es schweigen die Felder
in endloser Weite,
nur krächzende Raben klagen
in Scharen leidvolle Lieder,
suchen mühsam
nach Speise,
hüpfen ihre Spuren
im Weiß des Winters,
verweilen,
kreisen himmelwärts,
bis Winternebel
die Zeit umhüllt.

Wie Zuckerguss lagert
Schnee auf rauem Felsgestein
hoch aufgetürmt über Wolken
deren weiße dicke Polster lautlos
ins flammenrote Licht
am Horizont ziehen
erhabene Bergkuppen
vertraut umgarnen
über Senken verweilen
und langsam ins
nächtliche Dunkel sinken.

Besonders
ist der Reiz des Winters
wenn bizarre gläserne Zapfen
wie Vorhänge die rauen Felsen
der Klamm schmücken
facettenreiche Strahlen
tiefgründige Spalten durchdringen
die eisige Welt ins Land
der Märchen taucht
Schatten und Licht
die Schönheit der Kristalle
mit einem Zauber belegen
wunderlich erhellen.

Auf neuen Schnee
hinter Fensterscheiben
blicken staunende Augen
vorbei an eisigen Zapfen
Wintergardinen gleich
davor in zarter Hülle
tanzende Kristalle
die den Morgen
in seiner Stille
berauschen.

Kaum Erquickung
finden Gedanken in der Gegenwart
die sich nach Wärme sehnen
den grauen Eishauch
des Winters leidlich ertragen
mit dem Wissen
dass alles seine Zeit hat
auch der Übergang
nur die Sonnenhelle
belebt das ungeduldige Gemüt
lässt Sinne langsam in den
Frühling schweifen.

Im hellen Schein
vollmondiger Nacht
stehen filigrane Bäume
schwarz gekleidet am
Straßenrand Spalier
träumen sich
ins Schweigen
der Himmelsglut
deren Nuancen
ins zarte Blau
des Schnees
eintauchen
die Anmut
vollenden.

Trübe Sicht
verstellt die Weite
nebelig der Augen Blick
frostige Fäden zieren
damenhaft mondän
schmücken elegant
den Winter
in weißes Filigran.

Gläserne Girlanden
hängen eistropfend
an Firsten,
längen sich
in die Tiefe
hin zu imposanten
weißen Frosthauben
starrer Natur,
geleiten
den Betrachter
in ein Schauspiel,
dessen Kulisse
frostige Wunder zur
realen Bühne erhebt,
den Sinnen
Applaus entlockt.

Im weißen Kleid
schreitet die Zeit
schönt die Natur
zur malerischen Kulisse
schmiegt sich in Tropfen
eisiger Starre
und über
filigranen Wipfeln
kreisen lärmende Krähen
schauen auf erste Spuren
im neuen Schnee
Schritt für Schritt
haucht der Atem
in die Kälte
folgt der Schleppe
des Winters.


Im Puderzucker Weiß
ruht die Erde
funkelnder Glanz
ertastet die Stille
verzaubert das Leben
geborgen
im Anblick
göttlicher Zierde.

Sonnenstrahlen
gleiten hernieder
treiben den müden
schlürfenden Winter
auf weißen Schuhen
ins Versteck der Zeit
und neues Grün aus
engen Behausungen
beäugen lächelnd
erste Glöckchen
im Schnee.

Gleißende Helle
flimmert schläfrig
durch den Verbund
kahler Verästelungen
weilt voller Bewunderung
über der zarten Decke
kristallweißer Feine
dringt in die Tiefe
erstarrter Ruhe.

Eisig
erwacht
der Morgen
sieht Blumen
an Fenstern blühn
zarte frostige Wunder
kunstvolle Feine
Gehauchtes
Filigran.


Weiße Kristalle
tauchen tänzerisch
ins Violette der Nacht
erliegen dem Charme
kleiner Schatten
die zur Erde
schweben
den Mond
in seiner Helle
zu einem Lächeln
verführen.

Trockene
scharfe Winde
aus dem Osten
erstarren das Land
jagen über Eis und Schnee
fegen musterartige Verwehungen
erdennah durch die Weite
geben dem Darunter
noch keine Chance
sich zu entfalten.

Vom Ufer aus
drängen Blicke
über den See
verlieren sich im
weißen kalten Licht
der Wasseroberfläche
ein Strahl der Sonne
schmückt diesen Augenblick
lässt Diamantenglanz
erschimmern.

Sanft tanzende
Schönheiten
verwandeln
Momente in
einen Zustand
des Unwirklichen
wunderlicher Zauber
durchdringt den Geist
beflügelt die Seele
zum Staunen.

Filigrane
weiße Wunder
Nadelspitzen
dicht gereiht
stehen stolz
der Sonne
entgegen
zaubern
eine Welt
der Märchen
Seelen erspüren
der Sinne Beben
erhellen das Grau
lassen für Momente
den Alltag vergessen.
Nächtlicher Glanz
erhellt die Erde
Schatten kreuzen
der Menschen Licht
Wolkenberge
ziehen leise
durch
die Stille
weißer Pracht.

Winterstürme
tosen lieblos
hauchen Starre
ins ganze Land
an den Scheiben
erblühen Blumen
und in den Zweigen
wachsen gläsern
Wunderwerke
in die Zeit
halten Leben
verborgen

Der Winter hat
sein Kleid verlor‘n
streift letzte Spuren
gelassen vom Gesicht
blickt zum Anfang
seines Werdens
auf weiße Pracht
nach buntem
Sterben.

Über weiße Spuren
formen Wirklichkeiten
lebende Schattenbilder
schreiten mit dem
Sonnenstand
in dunkle
Magie
schmelzen
ins Vergängliche.

Erbarmungslos
fegt eisiger Wind
durch starre Natur
erlebt die Freiheit
seiner Begierde
zeigt der Welt
sein Gesicht
ergötzt sich
am Anblick
leerer Gassen.

Von den Hügeln
wandern Blicke
sinken hinab
ins tiefe Tal
gleiten ergriffen
über eisige Spuren
tauchen in Spalten
weißer Wunder
erobern selig
des Winters
Filigran.

Starre Lüfte
Wiesen schweigen
in den Nächten
klirrt der Glanz
jeder Schritt in
weißen Wundern
müht die Seele
zum Erbarmen
für die kalte
Winterzeit.

Im frostigen Kleid
metalligen Glanzes
schreitet die Zeit
durchs weite Land
kleine Glöckchen
nicken fröhlich
grüßen her
vom Wegesrand
Winde tragen
wie's gefällt
Klänge in die
starre Welt.

Es fröstelt die Rose
im herbstlichen Kleid
und hofft im Stillen,
daß es bald schneit,
um im Vergehen
noch zu zeigen
ihre Schönheit
an den Zweigen.

Seit Tagen fallen
wie Wattebäuschchen
winterliche Tränen
Weiße Himmelsseide
überzieht das Land
legt sich auf Dächer
türmt sich zu Gebilden
verweht in die Zeit
umarmt Gebliebenes
Gedämpfte Schritte
eilen durch den Alltag
hinterlassen Spuren
auf die Kristalle
leise wieder fallen.

Aus hohen Wolken
fallen schwebende
weiße Kristalle
tanzen ihre Reigen
füllen mit Anmut
der Lüfte Raum
zaubern
engumschlungen
Winterliches
auf herbstliches
Vergehen.

An bunten Bändern
zieht der Winter
den Frühling herbei
beweint zu seinen Füßen
die Vergänglichkeit
Abschiedstränen
verlieren sich in
schmelzenden
Wassern.

Taumelnder
Morgendunst
grüßt schlaftrunken
die erwachende Sonne
umhüllt das Starre
formt sich
kunstvoll
zu weißen
Nadelspitzen
zu Rauhreif
in Gottes
schöner Welt.

Rostgelbes Rot hat
sein Gesicht verloren
liegt erschöpft am Boden
durch die Wipfel
fegt der Wind
beugen sich
dem Winter
Himmelstränen
weiß wie Schnee
kommen immer näher
künden winterliche Zeit.

Der eisige Wind
kennt keine Grenzen,
zeigt in Rauheit sein Gesicht,
treibt die Kälte ohne Erbarmen
in die Weite,
in die Enge,
ohne ein bestimmtes Ziel.
Pfeift in Löcher und in Fugen,
heult gespenstisch um das Haus,
zeigt dem Leben immer wieder
seine Macht und seine Gier,
im eisigen Verweilen.

Eisblumen -
dicht an dicht
verzieren Scheiben
alter Zeit.
Strahlende Gebilde
formen sich
zu Besonderheiten
in einer kalten
frierenden Welt,
zu Schönheiten
in Einzigartigkeiten
einer schöpferischen Macht,
die Kälte erblühen läßt
zur Freude des Betrachters.
Eisblumen
vergangener Zeiten.

Schneetreiben erfüllt
die kalten Winternächte
mit ihrem Zauber

Weiße Masken fallen,
ziehen vom Berg ins Tal,
hauchen kaltes Lächeln
ins schmelzende Kristall.
Seufzend zeigt der Winter
noch einmal sein Gesicht,
sieht schon in der Ferne
des Frühlings Sonnenlicht.
Abschiedstränen rinnen,
verwässern Zeit und Raum,
gluckern in die Tiefe,
vergehen wie im Traum.