Gleißende Helle
flimmert schläfrig
durch den Verbund
kahler Verästelungen
weilt voller Bewunderung
über der zarten Decke
kristallweißer Feine
dringt in die Tiefe
erstarrter Ruhe.

Eisig
erwacht
der Morgen
sieht Blumen
an Fenstern blühn
zarte frostige Wunder
kunstvolle Feine
Gehauchtes
Filigran.

Weiße Kristalle
tauchen tänzerisch
ins Violette der Nacht
erliegen dem Charme
kleiner Schatten
die zur Erde
schweben
den Mond
in seiner Helle
zu einem Lächeln
verführen.

Trockene
scharfe Winde
aus dem Osten
erstarren das Land
jagen über Eis und Schnee
fegen musterartige Verwehungen
erdennah durch die Weite
geben dem Darunter
noch keine Chance
sich zu entfalten.

Vom Ufer aus
drängen Blicke
über den See
verlieren sich im
weißen kalten Licht
der Wasseroberfläche
ein Strahl der Sonne
schmückt diesen Augenblick
lässt Diamantenglanz
erschimmern.

Sanft tanzende
Schönheiten
verwandeln
Momente in
einen Zustand
des Unwirklichen
wunderlicher Zauber
durchdringt den Geist
beflügelt die Seele
zum Staunen.

Filigrane
weiße Wunder
Nadelspitzen
dicht gereiht
stehen stolz
der Sonne
entgegen
zaubern
eine Welt
der Märchen
Seelen erspüren
der Sinne Beben
erhellen das Grau
lassen für Momente
den Alltag vergessen.
Nächtlicher Glanz
erhellt die Erde
Schatten kreuzen
der Menschen Licht
Wolkenberge
ziehen leise
durch
die Stille
weißer Pracht.

Winterstürme
tosen lieblos
hauchen Starre
ins ganze Land
an den Scheiben
erblühen Blumen
und in den Zweigen
wachsen gläsern
Wunderwerke
in die Zeit
halten Leben
verborgen

Der Winter hat
sein Kleid verlor‘n
streift letzte Spuren
gelassen vom Gesicht
blickt zum Anfang
seines Werdens
auf weiße Pracht
nach buntem
Sterben.

Über weiße Spuren
formen Wirklichkeiten
lebende Schattenbilder
schreiten mit dem
Sonnenstand
in dunkle
Magie
schmelzen
ins Vergängliche.

Erbarmungslos
fegt eisiger Wind
durch starre Natur
erlebt die Freiheit
seiner Begierde
zeigt der Welt
sein Gesicht
ergötzt sich
am Anblick
leerer Gassen.

Von den Hügeln
wandern Blicke
sinken hinab
ins tiefe Tal
gleiten ergriffen
über eisige Spuren
tauchen in Spalten
weißer Wunder
erobern selig
des Winters
Filigran.

Starre Lüfte
Wiesen schweigen
in den Nächten
klirrt der Glanz
jeder Schritt in
weißen Wundern
müht die Seele
zum Erbarmen
für die kalte
Winterzeit.

Im frostigen Kleid
metalligen Glanzes
schreitet die Zeit
durchs weite Land
kleine Glöckchen
nicken fröhlich
grüßen her
vom Wegesrand
Winde tragen
wie's gefällt
Klänge in die
starre Welt.

Es fröstelt die Rose
im herbstlichen Kleid
und hofft im Stillen,
daß es bald schneit,
um im Vergehen
noch zu zeigen
ihre Schönheit
an den Zweigen.

Seit Tagen fallen
wie Wattebäuschchen
winterliche Tränen
Weiße Himmelsseide
überzieht das Land
legt sich auf Dächer
türmt sich zu Gebilden
verweht in die Zeit
umarmt Gebliebenes
Gedämpfte Schritte
eilen durch den Alltag
hinterlassen Spuren
auf die Kristalle
leise wieder fallen.

Aus hohen Wolken
fallen schwebende
weiße Kristalle
tanzen ihre Reigen
füllen mit Anmut
der Lüfte Raum
zaubern
engumschlungen
Winterliches
auf herbstliches
Vergehen.

An bunten Bändern
zieht der Winter
den Frühling herbei
beweint zu seinen Füßen
die Vergänglichkeit
Abschiedstränen
verlieren sich in
schmelzenden
Wassern.

Taumelnder
Morgendunst
grüßt schlaftrunken
die erwachende Sonne
umhüllt das Starre
formt sich
kunstvoll
zu weißen
Nadelspitzen
zu Rauhreif
in Gottes
schöner Welt.

Rostgelbes Rot hat
sein Gesicht verloren
liegt erschöpft am Boden
durch die Wipfel
fegt der Wind
beugen sich
dem Winter
Himmelstränen
weiß wie Schnee
kommen immer näher
künden winterliche Zeit.

Der eisige Wind
kennt keine Grenzen,
zeigt in Rauheit sein Gesicht,
treibt die Kälte ohne Erbarmen
in die Weite,
in die Enge,
ohne ein bestimmtes Ziel.
Pfeift in Löcher und in Fugen,
heult gespenstisch um das Haus,
zeigt dem Leben immer wieder
seine Macht und seine Gier,
im eisigen Verweilen.

Eisblumen -
dicht an dicht
verzieren Scheiben
alter Zeit.
Strahlende Gebilde
formen sich
zu Besonderheiten
in einer kalten
frierenden Welt,
zu Schönheiten
in Einzigartigkeiten
einer schöpferischen Macht,
die Kälte erblühen läßt
zur Freude des Betrachters.
Eisblumen
vergangener Zeiten.

Schneetreiben erfüllt
die kalten Winternächte
mit ihrem Zauber

Weiße Masken fallen,
ziehen vom Berg ins Tal,
hauchen kaltes Lächeln
ins schmelzende Kristall.
Seufzend zeigt der Winter
noch einmal sein Gesicht,
sieht schon in der Ferne
des Frühlings Sonnenlicht.
Abschiedstränen rinnen,
verwässern Zeit und Raum,
gluckern in die Tiefe,
vergehen wie im Traum.